Pr�fung mich eines Irrtums �berweisen k�nnte. Ich bin z. B. der Jahreszahl einer Schlacht ganz sicher, sollte ich aber in einem bekannten Geschichtswerk eine andere Jahreszahl finden, so w�rde ich meine Ansicht �ndern und w�rde dadurch nicht an allem Urteilen irre werden. . K�nnten wir uns einen Menschen vorstellen, der sich dort immer wieder irrt, wo wir einen Irrtum f�r ausgeschlossen halten und ihm auch nicht begegnen? Er sagt z. B. mit derselben Sicherheit (und allen ihrer Zeichen) wie ich, er wohne dort und dort, sei soundso alt, komme von der und der Stadt, etc., irrt sich aber. Wie aber verh�lt er sich dann zu diesem Irrtum? Was soll ich annehmen? . Die Frage ist: Was soll der Logiker hier sagen? . Ich m�chte sagen: �Wenn ich mich darin irre, so habe ich keine Gew�hr, da� irgend etwas, was ich sage, wahr ist.� Aber ein Andrer wird das darum nicht von mir sagen, noch ich von einem Andern. . Ich habe seit Monaten an der Adresse A gewohnt, den Stra�ennamen und die Hausnummer unz�hlige Male gelesen, unz�hlige Briefe hier erhalten und unz�hligen Leuten die Adresse gegeben. Irre ich mich darin, so ist dieser Irrtum kaum geringer, als wenn ich (f�lschlich) glaubte, ich schriebe Chinesisch und nicht Deutsch. . Wenn mein Freund sich eines Tages einbildete, seit langem da und da gelebt zu haben, etc. etc., so w�rde ich das keinen Irrtum nennen, sondern eine, vielleicht vor�bergehende, Geistesst�rung. . Nicht jeder f�lschliche Glaube dieser Art ist ein Irrtum. . Was aber ist der Unterschied zwischen Irrtum und Geistesst�rung? Oder wie unter scheidet es sich, wenn ich etwas als Irrtum und als Geistesst�rung behandle? . Kann man sagen: Ein Irrtum hat nicht nur eine Ursache, sondern auch einen Grund? D. h. ungef�hr: er l��t sich in das richtige Wissen des Irrenden einordnen. . W�re das richtig: Wenn ich blo� f�lschlich glaubte, da� hier vor mir ein Tisch steht, so k�nnte das noch ein Irrtum sein; wenn ich aber f�lschlich glaube, da� ich diesen oder einen solchen Tisch seit mehreren Monaten t�glich gesehen und st�ndig ben�tzt habe, so ist das kein Irrtum? . Mein Ziel mu� es nat�rlich sein, anzugeben, welche Aussagen man hier machen m�chte, aber nicht sinnvoll machen kann. . Ich werde eine Multiplikation zur Sicherheit vielleicht zweimal rechnen, vielleicht sie von einem Andern nachrechnen lassen. Aber werde ich sie zwanzigmal nachrechnen oder sie von zwanzig Leuten nachrechnen lassen? Und ist das eine gewisse Fahrl�ssigkeit? W�re die Sicherheit bei zwanzigfacher Nachpr�fung wirklich gr��er?! . Und kann ich daf�r einen Grund angeben,