kein Problem, denn nur bei einem Satz kann man fragen, ob er analytisch oder synthetisch ist, nicht aber bei einer unverstandenen Wortreihe. Habe ich aber eine Wortreihe falsch gedeutet, aber doch immerhin als irgendeinen Satz - nun, so wei� ich eben von diesem Satze, ob er analytisch und daher a priori g�ltig ist oder nicht. Man darf nicht meinen, ich k�nnte einen Satz als solchen aufgefa�t haben und dann noch �ber seine analytische Natur im Zweifel sein, denn wenn er analytisch ist, so habe ich ihn eben erst dann verstanden, wenn ich ihn als analytisch verstanden habe. Verstehen hei�t n�mlich nichts anderes als sich klar sein �ber die Verwendungsregeln der vorkommenden W�rter; es sind aber gerade diese Verwendungsregeln, die den Satz zu einem analytischen machen. Wenn ich nicht wei�, ob ein Komplex von W�rtern einen analytischen Satz bildet oder nicht, so hei�t dies eben, da� mir in dem Augenblick die Verwendungsregeln der Worte fehlen, da� ich also den Satz gar nicht verstanden habe. Es steht also so: Entweder ich habe gar nichts verstanden, und dann l��t sich weiter nichts sagen; oder aber ich wei�, ob der Satz, den ich verstanden habe, analytisch oder synthetisch ist (was nat�rlich nicht voraussetzt, da� mir diese Worte dabei vorschweben oder auch nur bekannt sind). Im Falle des analytischen wei� ich dann zugleich, da� er gilt, da� ihm formale Wahrheit zukommt. ������Die obigen Zweifel an der Geltung analytischer S�tze waren also unrecht am Platze. Wohl kann ich daran zweifeln, ob ich den Sinn irgendeines Zeichenkomplexes richtig erfa�t habe, ja ob ich �berhaupt jemals den Sinn irgendeiner Wortreihe verstehen werde; aber ich kann nicht fragen, ob ich die Richtigkeit eines analytischen Satzes auch wirklich einzusehen vermag. Denn seinen Sinn verstehen und seine apriorische Geltung einsehen, sind bei einem analytischen Urteil ein und derselbe Proze�. Im Gegensatz dazu ist eine synthetische Aussage dadurch charakterisiert, da� ich durchaus nicht wei�, ob sie wahr oder falsch ist, wenn ich nur ihren Sinn eingesehen habe, sondern ihre Wahrheit wird erst durch den Vergleich mit der Erfahrung festgestellt. Der Proze� der Einsicht in den Sinn ist hier ein v�llig anderer als der Proze� der Verifikation. ������Nur eine Ausnahme gibt es hiervon. Und damit kommen wir zu unseren �Konstatierungen� zur�ck. Diese n�mlich sind immer von der Form �Hier jetzt so und so�. Z.B. �Hier fallen jetzt zwei schwarze Punkte zusammen�, oder �Hier grenzt jetzt gelb an blau�, oder auch �Hier jetzt Schmerz.�.�.� usw. Das Gemeinsame aller dieser Aussagen ist, da� in ihnen hinweisende Worte vorkommen, die den Sinn einer gegenw�rtigen Geste haben, d. h. die Regeln ihres Gebrauchs sehen vor, da� beim Aufstellen