so sind doch die Philosophen in ein hoffnungsloses Labyrinth geraten, sobald sie wirklich die S�tze der zuletzt erw�hnten Art als Grundlage alles Wissens zu benutzen versuchten. Einige Vexierg�nge dieses Labyrinths sind z. B. jene Formulierungen und Folgerungen, die unter den Namen �Evidenz der inneren Wahrnehmung�, �Solipsismus�, �Instantansolipsismus�, �Selbstgewi�heit des Bewu�tseins� usw. im Mittelpunkte so vieler philosophischer K�mpfe gestanden haben. Der bekannteste Endpunkt, zu dem die Verfolgung des geschilderten Weges gef�hrt hat, ist das Cartesische cogito ergo sum, zu dem ja auch Augustinus eigentlich schon vorgedrungen war. Und �ber das cogito ergo sum sind uns ja heute durch die Logik die Augen genugsam ge�ffnet worden: Wir wissen, da� es ein blo�er Scheinsatz ist, der auch dadurch nicht zu einer echten Aussage wird, da� man ihn in der Form ausspricht: cogitatio est - �die Bewu�tseinsinhalte existieren��*) Ein solcher Satz, der selbst nichts ausdr�ckt, kann in gar keinem Sinne als Fundament von irgend etwas dienen; er ist selbst keine Erkenntnis, und es ruht keine auf ihm; er kann keinem Wissen Sicherheit verleihen. ������Es besteht also die gr��te Gefahr, da� man bei der Begehung des empfohlenen Weges statt zu dem gesuchten Fundament zu nichts als zu leeren Wortgebilden gelangt. Aus dem Wunsch, dieser Gefahr zu entgehen, war ja die kritische Protokollsatzlehre entsprungen. Der von ihr eingeschlagene Ausweg konnte uns aber nicht befriedigen; sein wesentlicher Mangel liegt in der Verkennung der verschiedenen Dignit�t der S�tze, die sich am deutlichstcn in der Tatsache ausdr�ckt, da� f�r das Wissenssystem, welches einer als das �richtige� annimmt, seine eigenen S�tze schlie�lich doch die einzig entscheidende Rolle spielen. ������Es w�re theoretisch denkbar, da� die Aussagen, welche alle anderen Menschen �ber die Welt machen, durch meine eigenen Beobachtungen in keiner Weise best�tigt w�rden. Es k�nnte sein, da� alle B�cher, die ich lese, und alle Lehrer, die ich h�re, unter sich in vollkommener �bereinstimmung sind, da� sie einander nie widersprechen, da� sie aber mit einem gro�en Teil meiner eigenen Beobachtungss�tze schlechthin unvereinbar sind. (Gewisse Schwierigkeiten w�rde in diesem Falle die Frage des Erlernens der Sprache und ihres Gebrauchs zur Verst�ndigung bereiten, aber sie lie�en sich beheben durch gewisse Annahmen dar�ber, an welchen Stellen allein die Widerspr�che auftreten sollen.) Nach der kritisierten Lehre w�rde ich in einem solchen Falle einfach meine eigenen �Protokolls�tze� opfern m�ssen, da ihnen ja die �berw�ltigende Menge der anderen, unter sich harmonischen, gegen�berst�nde, denen man unm�glich zumuten kann, sich nach meiner beschr�nkten fragmentarischen Erfahrung zu korrigieren. ������Was gesch�he aber wirklich in dem gedachten Falle? Nun, ich w�rde unter gar keinen Umst�nden meine eigenen Beobachtungss�tze aufgeben, sondern ich finde, da� ich nur ein Erkenntnissystem annehmen kann, in welches sie unverst�mmelt hineinpassen. Und ein solches