sein, das uns bekannt ist. Wenn wir z. B. eine Aussage �ber Julius C�sar machen, ist es klar, dass wir nicht an Julius C�sar selber denken, denn wir kennen ihn nicht. Wir denken an eine Beschreibung von Julius C�sar: �der Mann, der an den Iden des M�rz ermordet wurde�, �der Begr�nder des R�mischen Reiches�, oder vielleicht auch blo� �der Mann, der Julius C�sar hie��. (Bei dieser letzten Beschreibung ist �Julius C�sar� ein Ger�usch oder ein Schriftbild, das uns bekannt ist.) Unser Satz bedeutet also nicht ganz das, was er zu bedeuten scheint, denn an die Stelle von Julius C�sar tritt eine Beschreibung, die sich ausschlie�lich auf uns bekannte Einzeldinge und Universalien bezieht. Die Erkenntnis durch Beschreibung ist deshalb so wichtig, weil sie uns in die Lage versetzt, die Grenzen unserer pers�nlichen Erfahrung zu �berschreiten. Wir k�nnen zwar nur solche Wahrheiten erkennen, mit deren Bestandteilen uns unsere Erfahrung bekanntgemacht hat, kennen aber durch Beschreibung Dinge, die selbst noch nie in unserer Erfahrung vorgekommen sind. Angesichts der sehr engen Grenzen, die unserem unmittelbaren Erleben gesetzt sind, ist das ein �u�erst wichtiges Ergebnis, und solange uns seine Bedeutung noch nicht ganz klar geworden ist, werden uns gro�e Teile unseres Wissens mysteri�s und folglich zweifelhaft erscheinen. Alle gro�en Versuche der Begr�ndung einer Theorie des Erkennens entspringen aus der Frage nach der Sicherheit menschlichen Wissens, und diese Frage wiederum entspringt aus dem Wunsche nach absoluter Gewi�heit der Erkenntnis. ������Die Einsicht, da� die Aussagen des t�glichen Lebens und der Wissenschaft schlie�lich nur auf wahrscheinliche Geltung Anspruch machen k�nnen, da� auch die allgemeinsten in jeder Erfahrung bew�hrten Ergebnisse der Forschung nur den Charakter von Hypothesen haben, diese Einsicht hat die Philosophen seit Descartes, ja weniger deutlich schon seit dem Altertum, immer wieder angestachelt, eine unersch�tterliche Grundlage zu suchen, die allem Zweifel entzogen ist und den festen Boden bildet, auf dem das schwankende Geb�ude unseres Wissens sich erhebt. Die Unsicherheit des Geb�udes f�hrte man meist darauf zur�ck, da� es unm�glich - vielleicht prinzipiell unm�glich - war, durch menschliche Denkkraft ein solideres aufzubauen, aber das hinderte nicht, nach dem nat�rlichen Felsen zu suchen, welcher vor allem Bauen da ist und selber nicht wankt. ������Dieses Suchen ist ein lobenswertes, gesundes Streben, und es ist auch bei �Relativisten� und �Skeptikern� wirksam, die sich seiner gerne sch�men m�chten. Es tritt in verschiedenen Formen auf und f�hrt zu sonderbaren Meinungsverschiedenheiten. Die Frage nach den �Protokolls�tzen�, nach ihrer Funktion und Struktur ist die neueste Form, in welche die Philosophie oder vielmehr der entschiedene Empirismus unserer Tage, das Problem des letzten Wissensgrundes kleidet. ������Unter �Protokolls�tzen� dachte man sich, wie der Name andeutet, urspr�nglich jene S�tze, welche in absoluter Schlichtheit, ohne jede