Bismarck war*. Wenn wir Bismarck als �den ersten deutschen Reichskanzler� beschreiben, kann man den von uns gew�nschten Satz als �der Satz, der �ber den wirklichen Gegenstand, der der erste deutsche Reichskanzler war, aussagt, dass dieser Gegenstand ein gewiegter Diplomat war� beschreiben. Wir k�nnen uns miteinander ungeachtet des Wechsels der Beschreibungen verst�ndigen, weil wir wissen, dass es einen wahren Satz �ber den , wirklichen Bismarck gibt, und dass dieser von uns beschriebene Satz unver�ndert bleibt, ganz gleich, wie wir unsere Beschreibungen variieren - wenn sie nur immer zutreffend sind. Dieser Satz, den wir beschreiben und von dem wir wissen, dass er wahr ist, ist das, was uns interessiert. Der Satz selbst ist uns nicht bekannt; wir kennen ihn nicht, obgleich wir wissen, dass er wahr ist. Man sieht hier, dass es verschiedene Stadien des Entferntseins von der Bekanntschaft mit Einzeldingen gibt: es gibt einen Bismarck f�r die Menschen, die ihn gekannt haben, einen anderen Bismarck f�r diejenigen, die ihn nur durch die Geschichte kennen; es gibt den Mann mit der eisernen Maske und den Mann, der am l�ngsten gelebt hat. Jeder von ihnen ist etwas weiter von dem Bereich des uns Bekannten entfernt. Der erste kommt dem Bekanntsein so nahe, wie das bei einer anderen Person �berhaupt m�glich ist; beim zweiten wird man immerhin noch sagen, dass wir wissen, �wer Bismarck war�. Wir wissen nicht, wer der Mann mit der eisernen Maske war, obwohl wir eine Menge Aussagen �ber ihn kennen, die nicht logisch aus der Tatsache, dass er eine eiserne Maske trug, folgen. Im vierten und letzten Falle schlie�lich wissen wir nur das, was sich logisch aus der Beschreibung des Mannes folgern l��t. Eine �hnliche Hierarchie gibt es im Bereich der Universalien. Viele Universalien kennen wir, ebenso wie viele Einzeldinge, nur durch Beschreibung. Aber wie bei den Einzeldingen mu� auch in diesem Falle unser Wissen durch Beschreibung letzten Endes auf ein Wissen durch Bekanntschaft zur�ckf�hrbar sein. Das Grundprinzip f�r die Analyse von S�tzen, in denen Beschreibungen Vorkommen, lautet also: Jeder Satz, den wir verstehen k�nnen, mu� vollst�ndig aus Bestandteilen zusammengesetzt sein, die uns bekannt sind. Wir wollen hier gar nicht versuchen, auf alle Einw�nde einzugehen, die gegen dieses Prinzip vorgebracht werden k�nnen, sondern nur bemerken, dass es m�glich sein mu�, derlei Einw�nde zu widerlegen; denn es ist kaum denkbar, dass wir ein Urteil f�llen oder eine Annahme machen k�nnten, ohne zu wissen, wor�ber wir urteilen oder was wir annehmen. Die W�rter, die wir gebrauchen, m�ssen irgendeine Bedeutung haben, wenn wir sinnvoll reden und nicht blo� Ger�usche machen wollen; und die Bedeutung, die wir unseren W�rtern beilegen, mu� etwas