unsere Erlebnisse je f�r sich - bekannt sein m�sste; aber das ist eine schwierige Frage, und beide Parteien k�nnen in diesem Streit komplizierte Argumente f�r sich ins Feld f�hren. Es gibt demnach wahrscheinlich so etwas wie eine Bekanntschaft mit uns selbst; aber es w�re nicht weise, zu behaupten, dass es sie ohne allen Zweifel gibt. Wir k�nnen also das, was wir �ber unsere Bekanntschaft mit existierenden Dingen gesagt haben, folgenderma�en zusammenfassen: Sinnesdaten sind uns durch Empfindungen unserer �u�eren Sinne bekannt, und durch Introspektion kennen wir die Gegebenheiten unseres �inneren Sinnes� - Gedanken, Gef�hle, W�nsche etc. Unser Ged�chtnis macht uns mit Dingen bekannt, die einmal Gegebenheiten unserer �u�eren Sinne oder unseres inneren Sinnes gewesen sind. Es ist au�erdem wahrscheinlich, wenn auch nicht gewiss, dass uns unser Selbst bekannt ist: als das, was Dinge wahrnimmt oder seine W�nsche auf sie richtet. Au�er Einzeldingen sind uns auch die sogenannten Universalien bekannt, d. h. allgemeine Ideen wie �Schw�rze�, �Verschiedenheit�, �Br�derlichkeit�, und so fort. Jeder vollst�ndige Satz muss wenigstens eine solche allgemeine Idee enthalten, weil die Bedeutung aller Verben in diesem Sinne allgemein ist. Wir werden sp�ter, im Kapitel 9, auf die Universalien eingehen; im Augenblick gen�gt es, wenn wir uns vor der Hypothese h�ten, dass alles, was uns bekannt sein kann, ein einzelnes Seiendes sein m�sse. Das Bewusstwerden von Universalien nennt man �begreifen�, und ein Universale, das uns bewusst ist, nennen wir einen Begriff. Wir sehen, dass zu den Gegenst�nden, die uns bekannt sind, weder materielle Dinge (im Gegensatz zu Sinnesdaten) noch das Bewusstsein oder das Gem�t anderer Menschen geh�ren. Was wir von ihnen wissen, beruht auf der von mir so genannten �Erkenntnis durch Beschreibung�, auf die wir jetzt eingehen wollen. Als �Beschreibung� bezeichne ich jeden Ausdruck der Form �ein so-und-so� oder �der (die, das) so-und-so�. Ein Ausdruck der Form �ein so-und-so� ist eine �mehrdeutige� Beschreibung, ein Ausdruck der Form �der so-und-so� (im Singular) eine �eindeutige� Beschreibung. �Ein Mann� ist eine mehrdeutige Beschreibung, und �der Mann mit der eisernen Maske� ist eine eindeutige Beschreibung. Es gibt verschiedene Probleme, die sich im Zusammenhang mit mehrdeutigen Beschreibungen stellen, aber ich �bergehe sie hier, weil sie nicht unmittelbar mit der Frage zu tun haben, die uns besch�ftigt, n�mlich der Frage nach der Art unserer Erkenntnis von Gegenst�nden in den F�llen, wo wir wissen, dass es einen Gegenstand gibt, der einer eindeutigen Beschreibung entspricht, ohne dass uns dieser Gegenstand bekannt w�re. F�r diese Frage sind nur eindeutige Beschreibungen von Interesse. Ich werde deshalb im folgenden einfach von �Beschreibungen� sprechen,