die den Menschen vom Tier unterscheiden: Wir d�rfen annehmen, dass Tiere zwar Bekanntschaft mit Sinnesdaten haben, sich dieser Bekanntschaft aber nicht bewusst werden. Ich meine damit nicht etwa, dass sie an ihrer Existenz zweifelten, sondern nur, dass die Tatsache, dass sie Empfindungen und Gef�hle haben und somit als Subjekt dieser Empfindungen und Gef�hle existieren, ihnen niemals bewusst geworden ist. Wir haben die Bekanntschaft mit unseren Bewusstseinsinhalten bzw. Gem�tsbewegungen Selbstbewusstsein genannt, aber es handelt sich dabei nat�rlich nicht um ein Bewusstwerden unseres Selbst, sondern um ein Bewusstwerden bestimmter, einzelner Gedanken und Gef�hle. Ob uns unser �reines Ich� - im Gegensatz zu unseren Gedanken und Gef�hlen � bekannt ist? Das ist eine sehr schwierige Frage, und es w�re vorschnell, sich dazu definitiv zu �u�ern. Wenn wir in uns hineinzusehen versuchen, dann scheinen wir immer einen bestimmten Gedanken oder ein bestimmtes Gef�hl anzutreffen und nie das �Ich�, das diese Gedanken und Gef�hle hat. Dennoch sprechen einige Gr�nde f�r eine Bekanntschaft mit unserem �Ich�; es ist nur schwer, diese Bekanntschaft aus ihrer Verflochtenheit mit anderen Dingen herauszul�sen. Damit uns deutlich wird, um was f�r Gr�nde es sich dabei handelt, wollen wir einen Augenblick lang betrachten, was aus unserer Bekanntschaft mit bestimmten Gedanken alles folgt. Wenn mir �mein Sehen der Sonne� bekannt ist, dann sind mir offenbar zwei verschiedene Dinge bekannt, die zueinander in einer Beziehung stehen. Es gibt einerseits das Sinnesdatum, das f�r mich die Sonne repr�sentiert, und es gibt andererseits das, was dieses Sinnesdatum sieht. Jede Bekanntschaft � wie meine Bekanntschaft mit dem Sinnesdatum, das die Sonne repr�sentiert - scheint aus einer Beziehung zwischen einer Person und einem Gegenstand, mit dem die Person bekannt ist, zu bestehen. Wenn eine Bekanntschaft mir bekannt sein kann (so, wie mir meine Bekanntschaft mit dem Sinnesdatum, das die Sonne repr�sentiert, bekannt ist), ist es klar, dass ich die Person bin, die diese Bekanntschaft hat. Wenn mir also mein �Sehen der Sonne� bekannt ist, dann hei�t der vollst�ndige Sachverhalt, der mir bekannt ist: �Bekanntschaft meiner selbst mit einem Sinnes datum�. Au�erdem kennen wir die Wahrheit: �Dieses Sinnesdatum ist mir bekannt.� Es ist schwer einzusehen, wie wir zu dieser Wahrheit kommen oder auch nur den Sinn des Satzes verstehen k�nnten, wenn uns kein �Ich� bekannt w�re. Wir brauchen jedoch offenbar nicht anzunehmen, dass uns eine mehr oder weniger dauerhafte Person bekannt ist, n�mlich die, die es auch gestern schon gegeben hat; aber scheinbar muss uns das Etwas - was immer es sein mag -, das die Sonne sieht und �berhaupt Sinnesdaten hat, bekannt sein. In einem gewissen Sinne will es also so scheinen, als ob uns unser Selbst - und nicht nur