Dingen uns bekannt sind. Wir haben schon gesehen, dass die Sinnesdaten dazu geh�ren; tats�chlich ist die Art, in der sie uns gegeben sind, das sinnf�lligste Beispiel f�r Bekanntschaft mit Gegenst�nden. Wenn sie das einzige Beispiel w�ren, w�re unser Wissen allerdings viel eingeschr�nkter als es der Fall ist. Wir w�rden nur das wissen, was unseren Sinnen gegenw�rtig ist: nichts �ber die Vergangenheit - nicht einmal, dass es eine Vergangenheit gegeben hat �, und sogar Wahrheiten �ber unsere Sinnesdaten k�nnten wir nicht erkennen; denn wir werden beweisen, dass jede Erkenntnis von Wahrheiten eine Bekanntschaft mit Dingen voraussetzt, die von Sinnesdaten wesentlich verschieden sind. Man bezeichnet diese Dinge manchmal als �abstrakte Ideen�, aber wir wollen sie �Universalien� nennen. Um zu einer leidlich angemessenen Analyse unseres Wissens zu kommen, werden wir daher auch unsere Bekanntschaft mit anderen Dingen als Sinnesdaten er�rtern m�ssen. Den ersten Schritt �ber die Sinnesdaten hinaus machen wir mit der Bekanntschaft im Ged�chtnis. Ganz offenbar erinnern wir uns ja doch an das, was wir gesehen oder geh�rt haben, oder was unseren Sinnen auf andere Weise gegenw�rtig gewesen ist, und in solchen F�llen ist uns unmittelbar bewusst, an was wir uns erinnern, wenn es uns auch als vergangen und nicht als gegenw�rtig erscheint. Das unmittelbare Erkennen im Ged�chtnis ist die Quelle unseres gesamten Wissens �ber die Vergangenheit: wenn wir es nicht h�tten, k�nnten wir auch keine R�ckschl�sse auf die Vergangenheit ziehen, weil wir dann gar nicht w�ssten, dass es �berhaupt etwas Vergangenes zu erschlie�en gibt. Beim n�chsten Schritt sto�en wir auf die Bekanntschaft durch Introspektion. Wir nehmen nicht nur Dinge wahr, wir nehmen auch wahr, dass wir sie wahrnehmen. Wenn ich die Sonne sehe, ist mir mitunter bewusst, dass ich die Sonne sehe; mein �Sehen der Sonne� ist daher ein Gegenstand, der mir bekannt ist. Wenn ich Appetit auf ein bestimmtes Gericht habe, kann ich diesen Appetit zur Kenntnis nehmen; mein �Appetit auf dieses Essen� ist also auch ein Gegenstand, der mir bekannt ist. Ganz �hnlich k�nnen uns unsere angenehmen Gef�hle, unsere Schmerzen, �berhaupt unsere seelischen Vorg�nge bewusst werden. Diese Art von Bekanntschaft, die man Selbstbewusstsein nennen kann, ist die Quelle unserer Erkenntnis geistiger und seelischer Ph�nomene. Nur was in uns selbst vorgeht, k�nnen wir so unmittelbar erkennen. Was im Bewusstsein oder im Gem�t anderer Menschen vorgeht, k�nnen wir nur durch Beobachtung ihrer K�rper erfahren, d. h. durch diejenigen unserer Sinnesdaten, die mit ihren K�rpern in einer Beziehung stehen. Wenn uns unser eigenes Bewusstsein nicht bekannt w�re, k�nnten wir uns das Bewusstsein anderer Menschen nicht vorstellen, und wir w�rden niemals wissen k�nnen, dass sie ein Bewusstsein haben. Die Vermutung liegt nahe, dass SelbstBewusstsein eines der Dinge ist,