: Wahrheiten als Grund und Ursprung eben dieser Erkenntnis. Aber zuerst m�ssen wir uns klarmachen, was wir unter �Bekanntschaft� und was wir unter �Beschreibung� verstehen wollen. Wir wollen von Bekanntschaft immer dann sprechen, wenn uns etwas unmittelbar, ohne Vermittlung durch Schlussfolgerungen oder eine vorausgegangene Erkenntnis von Wahrheiten bewusst ist. Angesichts meines Tisches sind mir die Sinnesdaten - Farbe, Form, H�rte, Gl�tte usw. �, die die Erscheinung meines Tisches ausmachen, bekannt, also alles, was mir beim Sehen und Ber�hren meines Tisches unmittelbar bewusst wird. Man kann �ber den bestimmten Farbton, den ich sehe, vieles sagen - z. B. dass es ein Braun ist, und zwar ein ziemlich dunkles, und so fort. Doch solche Aussagen lassen mich zwar Wahrheiten �ber die Farbe erkennen, machen mir die Farbe selbst aber nicht besser bekannt, als sie es vorher schon war: was meine Kenntnis der Farbe selbst � im Gegensatz zur Erkenntnis von Wahrheiten �ber sie � betrifft, so kenne ich sie ganz und gar, wenn ich sie sehe, und eine bessere Kenntnis ist nicht einmal theoretisch m�glich. Die Sinnesdaten, die die Erscheinung meines Tisches ausmachen, sind also Dinge, die mir bekannt sind, die ich unmittelbar so kenne, wie sie sind. Was ich hingegen von dem Tisch als materiellem Gegenstand wei�, wird mir nicht unmittelbar bewusst. Zu diesem Wissen komme ich erst durch die Bekanntschaft mit den Sinnesdaten, die die Erscheinung des Tisches ausmachen. Wir haben gesehen, dass es m�glich ist, zu zweifeln, ob es �berhaupt einen Tisch gibt: aus dieser Annahme w�rde ein Widerspruch folgen. Andererseits ist es unm�glich, an den Sinnesdaten zu zweifeln. Was ich vom Tisch wei�, geh�rt also zur Erkenntnis durch Beschreibung. Der Tisch ist �der physikalische Gegenstand, der diese Sinnesdaten verursacht�. So wird der Tisch mit Hilfe der Sinnesdaten beschrieben. Um �berhaupt etwas �ber den Tisch zu erfahren, m�ssen wir Wahrheiten kennen, die ihn mit uns bekannten Dingen in Verbindung bringen; wir m�ssen wissen: �solche Sinnesdaten werden von einem physikalischen Objekt verursacht�. Es gibt keinen Bewusstseinszustand, in dem wir den Tisch unmittelbar wahrnehmen; was wir �ber den Tisch wissen, ist in Wirklichkeit ein Wissen von Wahrheiten, und das reale Ding, das der Tisch ist, ist uns streng genommen �berhaupt nicht bekannt. Wir kennen eine Beschreibung, und wir wissen, dass es nur einen Gegenstand gibt, auf den diese Beschreibung zutrifft, obwohl uns dieser Gegenstand nicht unmittelbar bekannt ist. In solchen F�llen sagen wir, dass unsere Kenntnis des Gegenstands Kenntnis durch Beschreibung ist. Unser gesamtes Wissen - die Erkenntnis von Dingen ebenso wie die von Wahrheiten - hat die �Bekanntschaft� zur Grundlage. Darum ist es wichtig herauszufinden, welche Arten von