sogleich Erg�nzung fordern durch Er�rterung von Wesensbegriff und Wesenserkenntnis. Vorl�ufig halten wir fest, da� eine Sph�re von absoluter Gegebenheit sich von vornherein bezeichnen l��t; und es ist die Sph�re, die wir gerade brauchen, wenn das Absehen auf eine Erkenntnistheorie m�glich sein soll. In der Tat, die Unklarheit �ber die Erkenntnis hinsichtlich ihres Sinnes oder Wesens fordert eine Wissenschaft von der Erkenntnis, eine Wissenschaft, die nichts anderes will als Erkenntnis zu wesenhafter Klarheit bringen. Nicht Erkenntnis als psychologisches Faktum will sie erkl�ren, die Naturbedingungen erforschen, unter denen Erkenntnisse kommen und gehen, und die Naturgesetze, an die sie in ihrem Werden und Wandeln gebunden sind: das zu erforschen ist die Aufgabe, die sich eine nat�rliche Wis?senschaft stellt, die Naturwissenschaft von den psychischen Tatsachen, von den Erlebnissen erlebender psychischer Individuen. Vielmehr will die Erkenntniskritik das Wesen der Erkenntnis und den zu ihrem Wesen geh�rigen Rechtsanspruch der Geltung aufkl�ren, klar machen, ans Licht bringen; was hei�t das aber anderes als zur direkten Selbstgegebenheit bringen. Wiederholung und Erg�nzung. Nat�rliche Erkenntnis in ihrem stetigen erfolgreichen Fortgang in den verschiedenen Wissenschaften ist ihrer Triftigkeit ganz sicher und hat keinen Anla�, an der M�glichkeit der Erkenntnis und an dem Sinn der erkannten Gegenst�ndlichkeit Ansto� zu finden. Sowie aber die Reflexion sich auf die Korrelation von Erkenntnis und Gegenst�ndlichkeit richtet (und eventuell auch auf den idealen Bedeutungsgehalt der Erkenntnis in seinem Verh�ltnis zum Erkenntnisakt auf der einen und der Erkenntnisgegenst�ndlichkeit auf der anderen Seite), stellen sich Schwierigkeiten ein, Unzutr�glichkeiten, widersprechende und doch vermeintlich begr�ndete Theorien, die zu dem Zugest�ndnis forttreiben, die M�glichkeit der Erkenntnis �berhaupt hinsichtlich ihrer Triftigkeit sei ein R�tsel. Eine neue Wissenschaft will hier entspringen, die Erkenntniskritik, welche diese Verwirrungen schlichten und uns �ber das Wesen der Erkenntnis aufkl�ren will. Von dem Gl�cken dieser Wissenschaft h�ngt offenbar die M�glichkeit einer Metaphysik ab, einer Seinswissenschaft im absoluten und letzten Sinn. Wie kann sich aber eine solche Wissenschaft von der Erkenntnis �berhaupt etablieren? Was eine Wissenschaft in Frage stellt, das kann sie nicht als vorgegebenes Fundament ben�tzen. In Frage gestellt ist aber, da die Erkenntniskritik die M�glichkeit von Erkenntnis �berhaupt, und zwar hinsichtlich ihrer Triftigkeit als Problem setzt, alle Erkenntnis. F�ngt sie an, so kann ihr keine Erkenntnis als gegeben gelten. Sie darf also aus keiner vorwissenschaftlichen Erkenntnissph�re irgend etwas �bernehmen, jede Erkenntnis tr�gt den Index der Fraglichkeit. Ohne gegebene Erkenntnis als Anfang ist auch keine Erkenntnis als Fortgang. Also kann Erkenntniskritik gar nicht anfangen. Eine solche Wissenschaft kann es �berhaupt nicht geben. Ich meinte nun, daran ist so viel richtig, da� zu Anfang keine Erkenntnis als unbesehen vorgegeben gelten kann. Darf aber Erkenntniskritik keine Erkenntnis von vornherein �bernehmen, so kann sie selbst damit anfangen, sich Erkenntnis zu geben