theoretischen Vernunft ist zun�chst eine kritische. Sie hat die Verkehrtheiten, in welche die nat�rliche Reflexion �ber das Verh�ltnis von Erkenntnis, Erkenntnissinn und Erkenntnisobjekt fast unvermeidlich ger�t, zu brandmarken, also die offenen oder versteckten skeptischen Theorien �ber das Wesen der Erkenntnis durch Nachweisung ihres Widersinns zu widerlegen. Andrerseits ist es ihre positive Aufgabe, durch Erforschung des Wesens der Erkenntnis die zur Korrelation von Erkenntnis, Erkenntnissinn und Erkenntnisobjekt geh�rigen Probleme zur L�sung zu bringen. Zu diesen Problemen geh�rt auch die Herausstellung des Wesenssinnes von erkennbarer Gegenst�ndlichkeit oder, was dasselbe ist, von Gegenst�ndlichkeit �berhaupt: des Sinnes, der ihr verm�ge der Korrelation von Erkenntnis und Erkenntnisgegenst�ndlichkeit apriori (das ist dem Wesen nach) vorgeschrieben ist. Und dies betrifft nat�rlich auch alle durch das Wesen der Erkenntnis vorgezeichneten Grundgestaltungen von Gegenst�ndlichkeiten �berhaupt. (Die ontologischen Formen, die apophantischen wie metaphysischen.) Eben durch die L�sung dieser Aufgaben wird die Erkenntnistheorie zur Erkenntniskritik bef�higt, deutlicher zur Kiritik der nat�rlichen Erkenntnis in allen nat�rlichen Wissenschaften. Sie setzt uns dann n�mlich in Stand, die Ergebnisse der nat�rlichen Wissenschaften hinsichtlich des Seienden in der richtigen und endgiltigen Weise zu interpretieren. Denn die erkenntnistheoretische Verworrenheit, in die uns die nat�rliche (vorerkenntnistheoretische) Reflexion �ber Erkenntnis?80 m�glichkeit (�ber eine m�gliche Triftigkeit der Erkenntnis) versetzte, bedingt nicht nur falsche Ansichten �ber das Wesen der Erkenntnis, sondern auch grundverkehrte, weil in sich selbst widersprechende Interpretationendes in den nat�rlichen Wissenschaften erkannten Seins. Je nach der in Folge jener Reflexionen f�r n�tig erachteten Interpretation wird ein und dieselbe Naturwissenschaft in materialistischem, spiritualistischem, dualistischem, psychomonistischem, positivistischem und mancherlei anderem Sinn interpretiert. Erst die erkenntnistheoretische Reflexion erzeugt also die Scheidung zwischen nat�rlicher Wissenschaft und Philosophie. Erst durch sie kommt zutage, da� die nat�rlichen Seinswissenschaften nicht endgiltige Seinswissenschaften sind. Es bedarf einer Wissenschaft vom Seienden in absolutem Sinn. Diese Wissenschaft, die wir Metaphysik nennen, erw�chst aus einer "Kritik" der nat�rlichen Erkenntnis in den einzelnen Wissenschaften auf Grund der in der allgemeinen Erkenntniskritik gewonnenen Einsicht in das Wesen der Erkenntnis und der Erkenntnisgegenst�ndlichkeit nach ihren verschiedenen Grundgestaltungen, in den Sinn der verschiedenen fundamentalen Korrelationen zwischen Erkenntnis und Erkenntnisgegenst�ndlichkeit. Sehen wir von den metaphysischen Abzweckungen der Erkenntniskritik ab, halten wir uns rein an ihre Aufgabe, das Wesen der Erkenntnis und Erkenntnisgegenst�ndlichkeit aufzukl�ren, so ist sie Ph�nomenologie der Erkenntnis und Erkenntnisgegenst�ndlichkeit und bildet das erste und Grundst�ck der Ph�nomenologie �berhaupt. Ph�nomenologie: das bezeichnet eine Wissenschaft, einen Zusammenhang �von wissenschaftlichen Disziplinen: Ph�nomenologie bezeichnet aber zugleich und vor allem eine Methode und Denkhaltung: die spezifisch philosophische Denkhaltun, die spezifisch philosophische Methode. In der zeitgen�ssischen Philosophie, soweit sie Anspruch erhebt, ernste Wissenschaft zu sein, ist es fast zum Gemeinplatz geworden, da� es nur eine allen Wissenschaften und somit auch der Philosophie gemeinsame Erkenntnismethode