Aussagen. Wir dr�cken aus, was uns direkte Erfahrung bietet. Den Erfahrungsmotiven folgend, schlie�en wir vom direkt Erfahrenen (Wahrgenommenen und Erinnerten) auf nicht Erfahrenes; wir generalisieren, wir �bertragen dann wieder allgemeine Erkenntnis auf einzelne F�lle, oder deduzieren im analytischen Denken aus allgemeinen Erkenntnissen neue Allgemeinheiten. Erkenntnisse folgen nicht blo� auf Erkenntnisse in der Weise der blo�en Aneinanderreihung, sie treten zueinander in logische Beziehungen, sie folgen auseinander, sie "stimmen" zueinander, sie best�tigen sich, ihre logische Kraft gleichsam verst�rkend. Andrerseits treten sie zueinander auch in Verh�ltnisse des Widerspruchs und Widerstreits, sie stimmen zueinander nicht, sie werden durch gesich erte Erkenntnis aufgehoben, zu blo�en Erkenntnispr�tentionen herabgesetzt. Die Widerspr�che entspringen vielleicht der Sph�re der Gesetzm��igkeit der rein pr�dikativen Form: wir sind �quivokationen unterlegen, haben Trugschl�sse begangen, haben uns verz�hlt oder verrechnet. Steht es so, dann stellen wir die formale Einstimmigkeit her, wir l�sen die �quivokationen auf und dgl. Oder die Widerspr�che st�ren den Motivationszusammennhang, der die Erfahrung stiftet: Erfahrungsgr�nde streiten mit Erfahrungsgr�nden. Wie helfen wir uns da? Nun wir W�gen die Gr�nde f�r die verschiedenen Bestimmungs- oder Erkl�rungsm�glichkeiten ab, die schw�cheren m�ssen den st�rkeren weichen, die nun ihrerseits solange gelten, als sie eben Stand halten, d.h. solange sie nicht einen �hnlichen logischen Kampf gegen neue Erkentnismotive, die eine erweiterte Erkentnissph�re hereinbringt, ausk�mpfen m�ssen. So schreitet die Nat�rliche Erkenntnis fort. Sie bem�chtigt sich in immer weiterem Umfang der von vornherein selbstverst�ndlich existierenden und gegebenen und nur nach Umfang und Inhalt, nach Elementen, Verh�ltnissen, Gesetzen n�her zu erforschenden Wirklichkeit. So werden und wachsen die verschiedenen nat�rlichen Wissenschaften, die Naturwissenschaften als Wissenschaften von der physischen und psychischen Natur, die Geisteswissenschaften, andrerseits die mathematischen Wissenschaften, die Wissenschaften von den Zahlen, den Mannigfaltigkeiten, den Verh�ltnissen usw. In den letzteren Wissenschaften handelt es sich nicht um reale Wirklichkeiten, sondern um ideale, an sich g�ltige, im �brigen aber auch von vornherein fraglose M�glichkeiten. In jedem Schritt der nat�rlichen wissenschaftlichen Erkenntnis ergeben und l�sen sich Schwierigkeiten, und sie tun es rein logisch oder sachlich, auf Grund der Antriebe oder Denkmotive, die eben in den Sachen liegen, gleichsam von ihnen auszugehen scheinen als Forderungen, die sie, diese Gegebenheiten, an die Erkenntnis stellen. Wir kontrastieren nun mit der naat�rlichen Denkhaltung, bzw. den nat�rlichen Denkmotiven die philosophischen. Mit dem Erwachen der Reflexion �ber das Verh�ltnis von Erkenntnis und Gegenstand tun sich abgrundtiefe Schwierigkeiten auf. Die Erkenntnis, im nat�rlichen Denken die allerselbstverst�ndlichste Sache, steht mit einem Mal als Mysterium da. Doch ich mu� genauer sein. Selbstverst�ndlich ist dem nat�rlichen Denken die M�glichkeit der Erkenntnis. Sich unendlich fruchtbar bet�tigend, in immer neuen Wissenschaften von Entdeckung zu Entdeckung fortschreitend hat das