mein Leser befindet, die, wenn sie sehen, da� eine ihrer �berzeugungen durch irgendeinen Umstand bestimmt wird, der nicht zu den Tatsachen z�hlt, von diesem Augenblick an nicht blo� mit Worten eingestehen, da� diese �berzeugung zweifelhaft ist, sondern einen wirklichen Zweifel an ihr erfahren, so da� sie, zumindest in gewissem Grad, aufh�rt, eine �berzeugung zu sein. Um unsere Zweifel zur Ruhe zu bringen, ist es daher notwendig, da� eine Methode gefunden wird, durch die unsere �berzeugungen nicht von etwas Menschlichem bestimmt werden, sondern durch irgend etwas, das au�erhalb von uns fortdauert � durch etwas, auf das unser Denken keine Wirkung hat. Einige Mystiker glaubten eine solche Methode in der privaten Inspiration aus der Himmelsh�he gefunden zu haben. Aber das ist nur eine Form der Methode der Beharrlichkeit, bei der die Vorstellung der Wahrheit als etwas �ffentliches noch nicht entwickelt ist. Das au�erhalb von uns Fortdauernde w�rde in unserem Sinn nicht au�er uns sein, wenn es in seinem Einflu� auf ein einziges Individuum beschr�nkt w�re. Es mu� etwas sein, das auf jeden Menschen einwirkt oder einwirken k�nnte. Und obwohl diese Einwirkungen notwendig so verschieden sind, wie es die individuellen Verh�ltnisse sind, so mu� doch die Methode so sein, da� die letztliche Konklusion eines jeden Menschen dieselbe sein wird.35 Das ist die Methode der Wissenschaft. Ihre grundlegende Hypothese, in vertrauterer Sprache neu formuliert, lautet: Es gibt reale Dinge, deren Eigenschaften v�llig unabh�ngig von unseren Meinungen �ber sie sind; dieses Reale wirkt auf unsere Sinne nach regelm��igen Gesetzen ein, und obwohl unsere Sinnesempfindungen so verschieden sind wie unsere Beziehungen zu den Gegenst�nden, k�nnen wir doch, indem wir uns auf die Gesetze der Wahrnehmung st�tzen, durch schlussfolgerndes Denken mit Sicherheit feststellen, wie die Dinge wirklich und in Wahrheit sind; und jeder, wenn er hinreichende Erfahrung hat und genug dar�ber nachdenkt, wird zu der einen einzig wahren Konklusion gef�hrt werden. Der neue Begriff, der hier vorausgesetzt wird, ist der der Realit�t. Man k�nnte fragen, woher ich wei�, da� es �berhaupt Reales gibt. Wenn diese Hypothese die einzige St�tze meiner Methode des Forschens ist, darf meine Methode des Forschens nicht dazu gebraucht werden, meine Hypothese zu st�tzen. Die Antwort ist folgende: 1. Wenn die Forschung nicht als Beweis betrachtet werden kann, da� es reale Dinge gibt, so f�hrt sie zumindest auch nicht zu einer entgegengesetzten Konklusion, sondern die Methode bleibt immer in Harmonie mit der Konzeption, auf der sie beruht. Ihre Praxis l��t deshalb nicht notwendig Zweifel an der Methode entstehen, wie es der Fall bei allen anderen Methoden ist. 2. Das Gef�hl, aus dem heraus jede Methode, eine �berzeugung festzulegen, entsteht, ist eine Unzufriedenheit mit zwei unvereinbaren