zu tun, fehlt, so la� eine Liste von Ansichten aufstellen, denen kein Mensch, der die geringste gedankliche Unabh�ngigkeit besitzt, zustimmen kann, und verlange von den Gl�ubigen, da� sie all diese S�tze annehmen, um sie so radikal wie m�glich von dem Einflu� der �brigen Welt zu trennen. Diese Methode ist von den fr�hesten Zeiten an eines der haupts�chlichsten Mittel gewesen, g�ltige theologische und politische Lehren aufrechtzuerhalten und ihren universalen oder katholischen Charakter zu bewahren. Besonders in Rom wurde sie von den Tagen des Numa Pompilius bis zu Pius IX. praktiziert. Das ist wohl das vollkommenste Beispiel in der Geschichte, aber wo immer es eine Priesterschaft gibt - und es hat noch keine Religion ohne eine solche gegeben -, ist diese Methode mehr oder weniger angewandt worden. �berall, wo es eine Aristokratie gibt, ein Zunftwesen oder irgendeine Vereinigung einer Klasse von Menschen, deren .Interessen von gewissen Thesen abh�ngig sind oder f�r abh�ngig gehalten werden, findet man unweigerlich einige Spuren dieses nat�rlichen Erzeugnisses sozialen F�hlens. Grausamkeiten begleiten immer dieses System, und wenn es folgerichtig durchgef�hrt wird, werden sie zu Greueltaten der entsetzlichsten Art in den Augen jedes vern�nftigen Menschen. Und das ist noch nicht einmal �berraschend, denn der Beamte einer Gesellschaft f�hlt sich nicht berechtigt, die Interessen dieser Gesellschaft aus Mitleid zu opfern, so wie er seine eigenen privaten Interessen opfern k�nnte. Es ist daher nat�rlich, da� Sympathie und Kameradschaftsgeist so eine h�chst unbarmherzige Gewaltherrschaft hervorbringen. Wenn man diese Methode, eine �berzeugung festzulegen, welche die Methode der Autorit�t genannt werden kann, beurteilt, mu� man an erster Stelle ihre unerme�liche geistige und moralische �berlegenheit gegen�ber der Methode der Beharrlichkeit anerkennen.. Ihr Erfolg ist verh�ltnism��ig gr��er, und tats�chlich hat sie immer und immer wieder h�chst majest�tische Ergebnisse bewirkt. Allein die Steinmassen, die durch ihre Wirkung aufget�rmt wurden - in Siam z. B., in �gypten und in Europa -, sind oft von einer Erhabenheit, die von den gr��ten Werken der Natur kaum �bertroffen wird. Und, nimmt man die geologischen Epochen aus, so gibt es keine Zeitperioden, die so ausgedehnt sind wie die, deren Umfang von einigen dieser organisierten Glaubenshaltungen bestimmt wurde. Wenn wir die Angelegenheit genauer pr�fen, werden wir finden, da� nicht ein einziges der Glaubensbekenntnisse immer dasselbe geblieben ist, doch ist ihre Ver�nderung so langsam, da� sie w�hrend eines Menschenlebens unmerkbar ist, so da� die individuelle �berzeugung sp�rbar festgelegt bleibt. F�r die Masse der Menschheit gibt es daher vielleicht keine bessere Methode als diese. Wenn ihr st�rkster Trieb dahin geht, intellektuelle Sklaven zu sein, dann sollten sie Sklaven bleiben. Aber keine Institution kann es auf sich nehmen, alle Ansichten �ber jedes Thema zu regulieren. Nur auf die bedeutendsten kann geachtet werden,