l��t -, so sehe ich nicht ein, was gegen sein Verhalten eingewendet werden kann. Es w�rde egoistisch und anma�end sein einzuwenden, sein Vorgehen sei unvern�nftig, denn das l�uft nur darauf hinaus zu sagen, da� seine Methode, eine �berzeugung festzulegen, nicht die unsrige ist. Denn er beabsichtigt auch gar nicht rational, zu sein, sondern wird vielmehr �fters mit Verachtung von der schwachen und tr�gerischen Vernunft des Menschen reden. La� ihn deshalb denken, wie er gerne will. Aber diese Methode, eine �berzeugung festzulegen, die man die Methode der Beharrlichkeit nennen k�nnte, wird in der Praxis unf�hig sein, ihren Platz zu behaupten. Der Trieb zur Gemeinschaft steht ihr entgegen. Jemand, der sie angenommen hat, wird finden, da� andere Menschen anders als er denken, und es wird ihm wahrscheinlich in einem vern�nftigen Moment in den Sinn kommen, da� ihre Ansichten genauso gut wie seine eigenen sind, und das wird sein Vertrauen in seine �berzeugungen ersch�ttern. Diese Vorstellung, da� das Denken oder F�hlen eines anderen Menschen dem eigenen gleichwertig sein kann, ist unverkennbar ein neuer Schritt und von h�chster Bedeutung. Sie entsteht durch einen Trieb im Menschen, der zu stark ist, um unterdr�ckt werden zu k�nnen, ohne Gefahr zu laufen, die menschliche Gattung zu zerst�ren. Solange wir keine Einsiedler werden, werden wir notwendigerweise unsere Ansichten untereinander beeinflussen; daraus entsteht nun das Problem, wie wir eine �berzeugung nicht blo� in einem Individuum festlegen, sondern in der Gemeinschaft. Nehmen wir nun an, es sei der Wille des Staates, der handelt, und nicht mehr der des Individuums. Zu schaffen w�re eine Institution, die die Aufgabe hat, die Aufmerksamkeit des Volkes f�r die richtigen Lehren zu erhalten, sie st�ndig zu wiederholen und sie der Jugend beizubringen: la� sie gleichzeitig die Macht haben zu verhindern, da� entgegengesetzte Lehren gelehrt, bef�rwortet oder ausgesprochen werden. Halte alle m�glichen Gr�nde einer Geistes�nderung vom menschlichen Auffassungsverm�gen fern. Halte die Menschen in Unwissenheit, damit sie nicht auf irgendwelche Gr�nde kommen, anders zu denken, als sie es tun. Stelle ihre Leidenschaften in deinen Dienst, so da� sie private und ungew�hnliche Ansichten mit Ha� und Abscheu betrachten. Bring ferner alle, die die so festgelegte �berzeugung ablehnen, durch Terror zum Schweigen. La� das Volk sie vertreiben, la� es solche Leute teeren und federn, oder la� durch Inquisitionen die Denkungsweise dieser verd�chtigen Personen erforschen und, wenn sie verbotener �berzeugungen f�r schuldig befunden werden, unterwirf sie exemplarischer Bestrafung. Kann v�llige �bereinstimmung nicht anders erreicht werden, so hat sich ein allgemeines Blutbad unter denen, die nicht in bestimmter Weise dachten, als ein sehr wirksames Mittel erwiesen, um eine Ansicht in einem Land durchzusetzen. Wenn dir aber die Macht, das