Anstrengung des Verstandes sein. Das �u�erste, was wir behaupten k�nnen, ist, da� wir nach einer �berzeugung suchen, die wir f�r wahr halten. Aber wir halten jede unserer �berzeugungen f�r wahr, und daher ist die zuletzt vorgeschlagene Ausdrucksweise eine blo�e Tautologie. Da� die Festlegung einer Meinung das einzige Ziel des Forschens ist, ist ein sehr wichtiger Satz. Er wischt mit einem Schlage verschiedene vage und irrige Vorstellungen �ber einen Beweis weg. Einige davon m�gen hier erw�hnt werden. 1. Einige Philosophen bildeten sich ein, um mit dem Forschen zu beginnen, gen�ge es, eine Frage zu �u�ern, sei es m�ndlich oder, indem man sie schriftlich niederlegt, und sie empfahlen uns sogar, unsere Studien damit zu beginnen, alles in Frage zu stellen! Aber einen Satz blo� in interrogative Form zu setzen, regt den Verstand keineswegs an, nach einer �berzeugung zu streben. Es mu� ein wirklicher und lebendiger Zweifel da sein, ohne ihn ist jede Diskussion wertlos. 2. Es ist eine weit verbreitete Idee, da� ein Beweis auf einigen letzten und absolut unbezweifelbaren S�tzen ruhen mu�. Diese sind, nach der einen Schule, prim�re Prinzipien allgemeiner Natur, nach der anderen prim�re Sinnesempfindungen. Aber in Wirklichkeit mu� das Forschen, wenn es das v�llig gen�gende Ergebnis, das man Beweis nennt, erreichen will, nur mit S�tzen beginnen, die v�llig frei von jedem wirklichen Zweifel sind. Wenn die Pr�missen faktisch �berhaupt nicht angezweifelt werden, k�nnen sie nicht zufriedenstellender sein, als sie es tats�chlich sind. 3. Einige Leute scheinen gerne f�r Punkte zu argumentieren, von denen alle Welt l�ngst v�llig �berzeugt ist. Das kann jedoch in nichts weiterf�hren. Wenn der Zweifel aufh�rt, hat die Besch�ftigung des Verstandes mit dem in Frage stehenden' Gegenstand ihr Ende erreicht; und schritte sie noch weiter fort, so h�tte sie keinen Zweck. Wenn die Festlegung einer Meinung der einzige Gegenstand des Forschens ist und wenn die �berzeugung eine Art Verhaltensweise ist, warum sollten wir nicht den gew�nschten Zweck erreichen, indem wir irgendeine Antwort, welche auch immer wir uns ausdenken m�gen, auf eine Frage geben und uns diese st�ndig wiederholen, auf allem bestehen, das zu dieser �berzeugung f�hren kann, und lernen, uns mit Ha� und Abscheu von allem abzuwenden, das sie st�ren k�nnte? Diese einfache und direkte Methode wird tats�chlich von vielen Menschen befolgt. So erinnere ich mich, da� man mir einst nahelegte, eine gewisse Zeitung nicht zu lesen, damit meine Ansicht �ber den Freihandel sich nicht �ndere, oder, wie man sich ausdr�ckte: �Damit ich nicht auf ihre Trugschl�sse und falschen Angaben hereinfalle.� �Du bist�, sagte mein Freund, �in der politischen �konomie nicht besonders bewandert. Du k�nntest daher leicht durch tr�gerische Argumente auf