oder nicht g�ltig ohne Bezugnahme auf die Wahrheit oder Falschheit seiner Konklusion in einem speziellen Fall; vielmehr wird er danach beurteilt, ob die ihn bestimmende Verhaltensweise so beschaffen ist, dass sie im allgemeinen wahre Konklusionen hervorbringt oder nicht. Die besondere Verhaltensweise des Verstandes, welche diesen oder jenen Schluss regelt, kann in einem Satz formuliert werden, dessen Wahrheit auf der G�ltigkeit der Schl�sse beruht, die von der Verhaltensweise bestimmt werden; und eine solche Formel wird das leitende Prinzip eines Schlusses genannt. Nehmen wir z. B. an, wir beobachten, dass eine rotierende Kupferscheibe schnell zum Stillstand kommt, wenn sie zwischen die Pole eines Magneten gebracht wird, und wir schlie�en, dass das bei jeder Kupferscheibe passieren wird. Das leitende Prinzip ist hier, da�, was f�r das eine St�ck Kupfer wahr ist, auch f�r das andere wahr ist. Solch ein leitendes Prinzip w�rde jedoch im Hinblick auf Kupfer viel sicherer sein als im Hinblick auf viele andere Materialien � z.B. Messing. Man k�nnte ein Buch schreiben, um die wichtigsten dieser leitenden Prinzipien des schlussfolgernden Denkens zu bezeichnen. Wir m�ssen allerdings gestehen, da� es wahrscheinlich jemandem, dessen Denken ganz auf praktische Dinge gerichtet ist und dessen Aktivit�t in ausgetretenen Pfaden verl�uft, keinerlei Nutzen bringen w�rde. Die Probleme, die sich einem solchen Denken bieten, sind Routineangelegenheiten, die man mit dem Erlernen eines Berufes ein f�r allemal zu handhaben gelernt hat. Aber wagt sich jemand auf ein unvertrautes Gebiet oder ein solches, in dem seine Ergebnisse nicht st�ndig durch die Erfahrung kontrolliert werden, so verliert, wie die ganze Geschichte zeigt, selbst der m�nnlichste Geist �fters die Orientierung und verschwendet seine Anstrengungen in Richtungen, die ihn kein bisschen n�her ans Ziel bringen oder ihn sogar v�llig irref�hren. Er ist wie ein Schiff auf offener See ohne jemanden an Bord, der die Regeln der Navigation kennt. Und in diesem Falle w�rde ein wenig allgemeines Studium der leitenden Prinzipien des Schlussfolgerns sich sicher als n�tzlich erweisen. Dieses Thema ist jedoch kaum zu behandeln, wenn es nicht vorher begrenzt wird, da fast jede Tatsache als leitendes Prinzip dienen kann. Faktisch existiert jedoch (immer schon) eine Einteilung der Tatsachen in Klassen, so da� in der einen Klasse all die sind, die als leitende Prinzipien unbedingt notwendig sind, w�hrend in den anderen die sind, die als Objekte der Forschung in anderer Weise interessieren. Diese Einteilung besteht also zwischen den Tatsachen, die notwendigerweise als selbstverst�ndlich angenommen werden m�ssen, wenn man fragt, warum eine gewisse Konklusion als aus gewissen Pr�missen folgend gedacht wird, und den Tatsachen, die nicht in einer solchen Frage impliziert sind. Denn schon eine kurze �berlegung zeigt, da� eine Vielfalt von Tatsachen bereits angenommen ist, wenn die logische Frage