Fragen der Logik sonderbar miteinander verflochten sind. Ziel des schlussfolgernden Denkens ist, durch die Betrachtung dessen, was wir bereits wissen, etwas anderes herauszufinden, das wir nicht wissen. Folglich ist das Schlussfolgern richtig, wenn es eine wahre Konklusion aus wahren Pr�missen liefert, und sonst nicht. So betrachtet liegt das Problem seiner G�ltigkeit in den Tatsachen und nicht im Denken. Wenn A die Tatsachen sind, die in den Pr�missen festgestellt wurden, und B das ist, was erschlossen wurde, so ist die Frage, ob diese Tatsachen wirklich in der Beziehung stehen, dass wenn A w�re, B allgemein sein w�rde. Wenn das so ist, ist der Schluss g�ltig, wenn nicht, nicht. Es ist nicht im geringsten die Frage, ob, wenn die Pr�missen vom Verstand akzeptiert sind, wir einen Drang f�hlen, auch die Konklusion anzunehmen. Zwar ist es wahr, dass wir im allgemeinen von Natur aus richtig schlussfolgern, aber das ist Zufall. Eine wahre Konklusion w�rde wahr bleiben, auch wenn wir keinen Drang versp�ren w�rden, sie anzunehmen; und eine falsche w�rde falsch bleiben, wenn wir auch der Neigung, an sie zu glauben, nicht widerstehen k�nnten. Wir sind zweifellos haupts�chlich logisch denkende Wesen, aber wir sind es nicht v�llig. Die meisten von uns z.B. sind von Natur aus optimistischer .und hoffnungsvoller, als es die Logik rechtfertigen w�rde. Wir scheinen so veranlagt, dass wir, solange irgendwelche Tatsachen, nach denen wir uns richten m�ssten, fehlen, gl�cklich und selbstzufrieden sind; so dass durch unsere Erfahrung st�ndig eine Einschr�nkung unserer Hoffnungen und Bestrebungen bewirkt wird. Und doch rottet selbst die lebenslange Anwendung dieses Gegenmittels unsere optimistische Veranlagung gew�hnlich nicht aus. Wo Hoffnung durch keine Erfahrung �berpr�ft wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass unser Optimismus �berspannt ist. Logizit�t im Hinblick auf praktische Angelegenheiten (wenn sie richtig verstanden wird, nicht im alten Sinne, sondern als eine weise Verbindung von Sicherheit und Fruchtbarkeit des Denkens, ist die n�tzlichste Eigenschaft, die ein Lebewesen besitzen kann, und k�nnte daher durch das Wirken der nat�rlichen Auslese entstanden sein. Sieht man jedoch von praktischen Dingen ab, so ist es wahrscheinlich f�r ein Lebewesen von gr��erem Vorteil, seinen Kopf voll von heiteren und ermutigenden Phantasiebildern zu haben, unabh�ngig von ihrer Wahrheit; und so k�nnte die nat�rliche Auslese bei nicht praktischen Gegenst�nden eine tr�gerische Neigung des Denkens bevorzugt haben. Das, was uns bestimmt, aus gegebenen Pr�missen einen Schluss eher als einen anderen zu ziehen, ist eine Verhaltensweise (habit) des Verstandes, sei diese nun konstitutionell oder erworben. Diese Verhaltensweise ist positiv oder nicht positiv, je nachdem ob sie wahre Konklusionen aus wahren Pr�missen zieht oder nicht; und man betrachtet einen Schluss als g�ltig