und seinen Mut, nachdem er auf (f�r uns) unbegreifliche Weise von einer irrationalen Hypothese zur anderen herumgetappt war, bis er, als er bereits 22 davon ausprobiert hatte, durch blo�es Aussch�pfen seiner Erfindung schlie�lich auf die Planetenbahn verfiel, die jemand, der mit den Waffen moderner Logik ausger�stet ist, fast gleich zu Beginn ausprobiert h�tte. In derselben Weise ist jedes wissenschaftliche Werk, Jas bedeutend genug ist, im Ged�chtnis einiger Generationen weiterzuleben, ein Zeugnis des mangelhaften Zustandes der Kunst des Denkens der Zeit, in der es geschrieben wurde; und jeder gro�e Fortschritt in der Wissenschaft war gleichzeitig eine Lektion in Logik. So war es, als Lavoisier und seine Zeitgenossen das Studium der Chemie aufnahmen. pie Maxime der alten Chemiker war gewesen: �Lege, lege, lege, labora, ora, et relege.� Lavoisiers Methode war nicht, �u lesen und zu beten, sondern zu tr�umen, da� ein langer und komplizierter chemischer Proze� eine bestimmte Wirkung haben w�rde, ihn mit aufreibender Geduld in die Praxis umzusetzen, nach seinem unvermeidlichen Misslingen :zu tr�umen, da� er nach irgendeiner Ab�nderung ein anderes Ergebnis haben w�rde, und endlich den letzten Traum als Tatsache zu ver�ffentlichen. Sein Weg bestand darin, den Verstand mit ins Laboratorium zu nehmen und buchst�blich aus Destillierkolben und Retorten Instrumente des Denkens lZu machen. So demonstrierte er eine neue Auffassung vom schlussfolgernden Denken als etwas, das mit offenen Augen zu; geschehen hat und bei dem man mit wirklichen Dingen anstatt mit Worten und Einbildungen hantiert. 5:364 Der Streit um den Darwinismus ist ebenfalls zum gro�en Teil eine Frage der Logik. Darwin schlug vor, die statistische Methode in der Biologie anzuwenden. Dasselbe geschah in einem ganz anderen Zweig der Wissenschaft, in der; Theorie der Gase. Obwohl man aufgrund einer gewissen Hypothese �ber die Konstitution dieser Klasse von K�rpern nicht sagen konnte, wie die Bewegungen jedes einzelnen Gasmolek�ls verlaufen w�rden, konnten Clausius und Maxwell doch, acht Jahre vor der Ver�ffentlichung von Darwins unsterblichem Werk9, aufgrund der Wahrscheinlichkeitslehre Voraussagen, dass auf lange Sicht der und der Teil der Molek�le unter gegebenen Umst�nden die und die Geschwindigkeit erreichen w�rde und dass in jeder Sekunde die und die relative Anzahl von Zusammenst��en stattfinden w�rde usw. Von diesen S�tzen konnten sie gewisse Eigenschaften der Gase ableiten, insbesondere, was ihre W�rmeverh�ltnisse anbetrifft. In gleicher Weise zeigt Darwin, obwohl er nicht imstande ist zu sagen, was die Wirkung von Variation und nat�rlicher Auslese auf ein Individuum sein wird, doch, dass diese Gesetze auf lange Sicht die Tiere ihrer Umgebung anpassen werden oder w�rden. Ob nun die tats�chlich existierenden Tierformen aufgrund der Wirkung dieser Gesetze entstanden sind oder nicht oder welchen Standpunkt die Theorie einnehmen sollte, bildet den Gegenstand einer Auseinandersetzung, in der Tatsachenfragen und