sehr leicht sei. So, wie sie sie verstanden, war sie es auch. Ihr fundamentales Prinzip war nach ihrer Meinung, da� alle Erkenntnis entweder auf Autorit�t oder Vernunft beruht, da� aber, was auch immer durch die Vernunft abgeleitet wird, letztlich von einer Pr�misse abh�ngt, die von der Autorit�t stammt. Entsprechend wurde, sobald ein Sch�ler im syllogistischen Verfahren ausgebildet war, sein intellektuelles Handwerkszeug f�r vollst�ndig gehalten. Roger Bacon,2 diesem bemerkenswerten Geist, der in der Mitte des 13. Jahrhunderts schon fast wissenschaftlich dachte, erschien die scholastische Vorstellung vom schlussfolgernden Denken nur. als ein Hindernis der Wahrheit. Er sah, da� die Erfahrung allein uns alles lehrt - eine These, die uns leicht. verst�ndlich erscheint, weil uns von vorausgegangenen Generationen ein deutlicher Begriff der Erfahrung vermittelt wurde, die ihm aber ebenso v�llig klar erschien, weil die Schwierigkeiten dieses Satzes sich noch nicht entfaltet hatten. Von allen Arten der Erfahrung jedoch, dachte er, sei die beste die innere Erleuchtung, die viele Dinge �ber die Natur lehrt, die die �u�eren Sinne nie entdecken k�nnten, wie z. B. die Transsubstantiation des Brotes. Vier Jahrhunderte sp�ter lieferte der andere, ber�hmtere Bacon im ersten Buch seines �Novum Organum� seine klare Darstellung der Erfahrung, die er als etwas definiert, das der Verifikation und wiederholten Pr�fung offenstehen mu�. Aber wie �berlegen Lord Bacons Definition auch den �lteren Auffassungen ist, der moderne Leser, der nicht in Ehrfurcht seine Gro�sprecherei hinnimmt, ist haupts�chlich betroffen durch die Unzul�nglichkeit seiner Auffassung des wissenschaftlichen Verfahrens. Da� wir nur. einige rohe Experimente zu machen, Zusammenfassungen der Ergebnisse in bestimmten, festgelegten Formen aufzuzeichnen, diese nach einer Regel durchzugehen haben, wo, nach alles, was sich als falsch erwiesen hat, ausgeschaltet und die Alternativen festgestellt werden, und da� so in wenigen Jahren die Naturwissenschaft fertig w�re: was f�r: eine Idee! �Er schrieb �ber die Wissenschaft wie ein Lordkanzler�,3 sagte mit Recht Harvey, ein wirklicher Wissenschaftler. Die fr�hen Wissenschaftler Kopernikus, Tych� Brahe, Kepler, Galilei, Harvey und Gilbert hatten Methoden, die denen ihrer modernen Nachfolger �hnlicher waren. Kepler unternahm es, eine Kurve durch die Stellungen des! Mars zu zeichnen und die Zeiten festzustellen, die der Planet braucht, um die verschiedenen Teile dieser Kurve zu beschreiben. Aber vielleicht bestand sein gr��ter Dienst an der Wissenschaft darin, da� er dem menschlichen Bewusstsein einpr�gte, dass man genau das unternehmen musste, wollte man die Astronomie vervollkommnen; da� man sich nicht damit begn�gen durfte, Betrachtungen dar�ber anzustellen, ob ein System von Epizykeln besser als ein anderes sei, sondern dass man sich auf Zahlen st�tzen und herausfinden musste, welche Kurve den Tatsachen entspricht. Dies gelang ihm durch seine unvergleichliche Energie