der ehrliche Athener -, so ist in jedem Augenblicke wie im Traume alles m�glich, und die ganze Natur umschw�rmt den Menschen, als ob sie nur die Maskerade der G�tter w�re, die sich nur einen Scherz daraus machten, in allen Gestalten den Menschen zu t�uschen. Der Mensch selbst aber hat einen unbesiegbaren Hang, sich t�uschen zu lassen, und ist wie bezaubert vor Gl�ck, wenn der Rhapsode ihm epische M�rchen wie wahr erz�hlt oder der Schauspieler im Schauspiel den K�nig noch k�niglicher agiert, als ihn die Wirklichkeit zeigt. Der Intellekt, jener Meister der Verstellung, ist so lange frei und seinem sonstigen Sklavendienste enthoben, als er t�uschen kann, ohne zu schaden , und feiert dann seine Saturnalien. Nie ist er �ppiger, reicher, stolzer, gewandter und verwegener: mit sch�pferischem Behagen wirft er die Metaphern durcheinander und verr�ckt die Grenzsteine der Abstraktionen, so dass er zum Beispiel den Strom als den beweglichen Weg bezeichnet, der den Menschen tr�gt, dorthin, wohin er sonst geht. Jetzt hat er das Zeichen der Dienstbarkeit von sich geworfen: sonst mit tr�bsinniger Gesch�ftigkeit bem�ht, einem armen Individuum, dem es nach Dasein gel�stet, den Weg und die Werkzeuge zu zeigen, und wie ein Diener f�r seinen Herrn auf Raub und Beute ausziehend, ist er jetzt zum Herrn geworden und darf den Ausdruck der Bed�rftigkeit aus seinen Mienen wegwischen. Was er jetzt auch tut, alles tr�gt im Vergleich mit seinem fr�heren Tun die Verstellung, wie das fr�here die Verzerrung an sich. Er kopiert das Menschenleben, nimmt es aber f�r eine gute Sache und scheint mit ihm sich recht zufrieden zu geben. Jenes ungeheure Geb�lk und Bretterwerk der Begriffe, an das sich klammernd der bed�rftige Mensch sich durch das Leben rettet, ist dem freigewordnen Intellekt nur ein Ger�st und ein Spielzeug f�r seine verwegensten Kunstst�cke: und wenn er es zerschl�gt, durcheinanderwirft, ironisch wieder zusammensetzt, das Fremdeste paarend und das N�chste trennend, so offenbart er, dass er jene Notbehelfe der Bed�rftigkeit nicht braucht und dass er jetzt nicht von Begriffen, sondern von Intuitionen geleitet wird. Von diesen Intuitionen aus f�hrt kein regelm��iger Weg in das Land der gespenstischen Schemata, der Abstraktionen: f�r sie ist das Wort nicht gemacht, der Mensch verstummt, wenn er sie sieht, oder redet in lauter verbotenen Metaphern und unerh�rten Begriffsf�gungen, um wenigstens durch das Zertr�mmern und Verh�hnen der alten Begriffsschranken dem Eindrucke der m�chtigen gegenw�rtigen Intuition sch�pferisch zu entsprechen. Es gibt Zeitalter, in denen der vern�nftige Mensch und der intuitive Mensch nebeneinanderstehn, der eine in Angst vor der Intuition, der andere mit Hohn �ber die Abstraktion; der letztere ebenso unvern�nftig, als der erstere unk�nstlerisch ist. Beide begehren �ber das Leben zu herrschen; dieser, indem er durch Vorsorge, Klugheit