der mikroskopischen Welt so sicher ausgebaut, endlos, gesetzm��ig und ohne L�cken; die Wissenschaft wird ewig in diesen Schachten mit Erfolg zu graben haben, und alles Gefundene wird zusammenstimmen und sich nicht widersprechen. Wie wenig gleicht dies einem Phantasieerzeugnis: denn wenn es dies w�re, m�sste es doch irgendwo den Schein und die Unrealit�t erraten lassen. Dagegen ist einmal zu sagen: h�tten wir noch, jeder f�r sich, eine verschiedenartige Sinnesempfindung, k�nnten wir selbst nur bald als Vogel, bald als Wurm, bald als Pflanze perzipieren oder s�he der eine von uns denselben Reiz als rot, der andere als blau, h�rte ein dritter ihn sogar als Ton, so w�rde niemand von einer solchen Gesetzm��igkeit da Natur reden, sondern sie nur als ein h�chst subjektives Gebilde begreifen. Sodann: was ist f�r uns �berhaupt ein Naturgesetz? Es ist uns nicht an sich bekannt, sondern nur in seinen Wirkungen, das hei�t in seinen Relationen zu andern Naturgesetzen, die uns wieder nur als Summen von Relationen bekannt sind. Also verweisen alle diese Relationen immer nur wieder aufeinander und sind uns ihrem Wesen nach unverst�ndlich durch und durch; nur das, was wir hinzubringen, die Zeit, der Raum, also Sukzessionsverh�ltnisse und Zahlen, sind uns wirklich daran bekannt. Alles Wunderbare aber, das wir gerade an den Naturgesetzen anstaunen, das unsere Erkl�rung fordert und uns zum Misstrauen gegen den Idealismus verf�hren k�nnte, liegt gerade und ganz allein nur in der mathematischen Strenge und Unverbr�chlichkeit der Zeit, und Raum-Vorstellungen. Diese aber produzieren wir in uns und aus uns mit jener Notwendigkeit, mit der die Spinne spinnt; wenn wir gezwungen sind, alle Dinge nur unter diesen Formen zu begreifen, so ist es dann nicht mehr wunderbar, dass wir an allen Dingen eigentlich nur eben diese Formen begreifen: denn sie alle m�ssen die Gesetze der Zahl an sich tragen, und die Zahl gerade ist das Erstaunlichste in den Dingen. Alle Gesetzm��igkeit, die uns im Sternenlauf und im chemischen Prozess so imponiert, f�llt im Grunde mit jenen Eigenschaften zusammen, die wir selbst an die Dinge heranbringen, so dass wir damit uns selber imponieren. Dabei ergibt sich allerdings, dass jene k�nstlerische Metapherbildung, mit der in uns jede Empfindung beginnt, bereits jene Formen voraussetzt, also in ihnen vollzogen wird; nur aus dem festen Verharren dieser Urformen erkl�rt sich die M�glichkeit, wie nachher wieder aus den Metaphern selbst ein Bau der Begriffe konstituiert werden konnte. Dieser ist n�mlich eine Nachahmung der Zeit-, Raum- und Zahlenverh�ltnisse auf dem Boden der Metaphern. An dem Bau der Begriffe arbeitet urspr�nglich, wie wir sahen, die Sprache, in sp�teren Zeiten die Wissenschaft. Wie die Biene zugleich an den Zellen baut und die Zellen mit Honig f�llt,