aus Thatsachen sind, welche uns un- sere Sinne oder unser inneres Bewusstsein liefern. |W�hrend so die Axiome der demonstrativen Wis- senschaften als experimentelle Wahrheiten erschie- nen, fanden wir, dass die unrichtig sogenannten Defi- nitionen dieser Wissenschaften Generalisationen aus der Erfahrung sind, die, genau genommen, nicht ein- mal Wahrheiten sind. Sie bestehen aus Urtheilen, in denen wir, w�hrend wir von einer Art von Gegenstand eine Eigenschaft oder Eigenschaften behaupten, die ihm der Erfahrung nach angeh�ren, wir zugleich ver- neinen, dass er irgend andere Eigenschaften beutet; obgleich in Wahrheit die so exclusiv ausgesagte Ei- genschaft in einem jeden einzelnen Falle von anderen Eigenschaften begleitet, und in den meisten oder sogar in allen F�llen modificirt ist. Es ist daher diese Verneinung eine blosse Fiction, eine Voraussetzung, gemacht, um die Betrachtung dieser modificirenden Umst�nde auszuschliessen, wenn ihr Einfluss zu ge- ring ist, um der Betrachtung werth zu sein, und um sie, wenn er wichtig ist, auf einem bequemeren Au- genblick hinauszuschieben. Aus diesen Betrachtungen geht hervor, dass alle deductiven oder demonstrativen Wissenschaften ohne Ausnahme inductive Wissenschaften sind; dass ihr Beweis der der Erfahrung ist, dass sie aber auch ver- m�ge des besondern Charakters eines unentbehrlichen Theils der allgemeinen Formeln, nach denen ihre In- ductionen gemacht sind, hypothetische Wissenschaf- ten sind. Ihre Schl�sse sind nur auf gewisse Voraus- setzungen hin wahr, welche Ann�herungen an die Wahrheit sind oder sein sollten, aber selten oder nie- mals genau wahr sind, und diesem hypothetischen Charakter ist die eigenth�mliche Gewissheit zuzu- schreiben von der man annimmt, sie sei der Demon- stration inh�rent. Was wir eben behauptet haben, kann indessen nicht von den deductiven oder demonstrativen Wis- senschaften als allgemein wahr angenommen werden, wenn es nicht durch die Anwendung auf die merkw�r- digste aller dieser Wissenschaften, auf die der Zahlen, auf die Theorie des Calc�ls, Arithmetik und Algebra, verificirt wird. Von den Lehren dieser Wissenschaft h�lt es schwerer, als von allen anderen, zu glauben, sowohl dass sie nicht aprioristische sondern experi- mentelle Wahrheiten sind, als auch dass sie ihre ei- genth�mliche Gewissheit nur dem verdanken, dass sie nicht absolute, sondern nur bedingte Wahrheiten sind. Es ist dies daher ein Fall, der eine besondere Untersu- chung verdient; umsomehr |als wir es mit einer dop- pelten Reihe von Lehren zu thun haben, mit der der aprioristischen Philosophen auf der einen Seite, und auf der andern Seite mit einer dieser ganz entgegenge- setzten Theorie, die einst allgemein angenommen war, und noch weit entfernt ist, von den Methaphysikern verworfen zu werden. �. 2. Diese Theorie versucht die dem Falle anschei-