gel�ufiger Thatsachen ganz wahr aus. Andern Thatsachen schien es zu wi- derstreiten, und diese machten seine Wahrheit als ein universelles Naturgesetz zuerst zweifelhaft. Weil es zweifelhaft war, so wurden Experimente ersonnen, um es zu pr�fen; man nahm seine Wahrheit hypothetisch an und wollte sehen, ob bei genauerer Pr�fung die Er- scheinungen, welche scheinbar zu einem andern Schluss f�hrten, nicht damit im Uebereinstimmung zu bringen w�ren. Es ergab sich, dass dies der Fall war, und von dieser Zeit an nahm die Lehre ihren Platz als eine allgemeine, aber als eine durch die Erfahrung be- wiesene Wahrheit an. Dass die Theorie selbst dem Beweis ihrer Wahrheit vorausging � dass sie ersonnen werden musste bevor sie und damit sie bewiesen wer- den konnte � schliesst nicht ein, dass sie selbstver- st�ndlich war und des Beweises nicht bedurfte; es sind sonst alle |wahre Theorien in den Wissenschaften nothwendig und selbstverst�ndlich, denn Niemand weiss besser als Dr. Whewell, dass sie alle zuerst f�r den Zweck angenommen worden, um sie durch De- ductionen mit jenen Thatsachen der Erfahrung zu ver- kn�pfen, auf die sie sich zugestandenermaassen nun als auf ihren Beweis st�tzen.70 Sechstes Capitel. Fortsetzung des vorhergehenden Capitels. �. 1. Bei der vorhergehenden Untersuchung �ber die Evidenz derjenigen Wissenschaften, welche ge- w�hnlich als Systeme von nothwendigen Wahrheiten betrachtet werden, sind wir zu den folgenden Schl�s- sen gelangt. Die Resultate dieser Wissenschaften sind in der That nothwendig, insofern sie nothwendig aus gewissen ersten Principien, die gew�hnlich Axiome oder Definitionen genannt werden, folgen, d.h. sie sind gewiss wahr, wenn diese Axiome oder Definitio- nen wahr sind. Will man aber einen weiteren An- spruch an den Charakter der Nothwendigkeit f�r sie erheben, will man ihnen eine Gewissheit beilegen, die unabh�ngig von der Erfahrung und Beobachtung und dar�berstehend ist, so m�ssen diese Anspr�che von dem vorher zu Gunsten dieser Axiome und Definitio- nen selbst zu begr�ndenden derartigen Anspruch ab- h�ngen. In Beziehung auf die Axiome fanden wir, dass sie, als experimentelle Wahrheiten betrachtet, auf einem �bervollen und augenf�lligen Beweise be- ruhen. Wir untersuchten, ob es weiter nothwendig sei, einen andern Beweis dieser Wahrheiten, als den expe- rimentellen, einen andern Ursprung unseres Glaubens daran anzunehmen, als den experimentellen Ursprung. Wir entschieden, dass dieser Beweis denen obliege, welche sich in dem bejahenden Sinne aussprechen, und wir untersuchten weitl�ufig ihre Argumente. Da uns die Untersuchung zur Verwerfung dieser Argu- mente f�hrte, so haben wir uns f�r berechtigt gehal- ten, zu schliessen, dass diese Axiome nur eine Classe, und zwar die h�chste Classe von Inductionen aus der Erfahrung, die einfachsten und leichtesten F�lle von Generalisationen