wir die neue Vorstellung bilden k�nnen, wie ist es da m�glich, sie �berhaupt zu bilden? Wie k�nnen wir uns z.B. ein Ende von Zeit und Raum denken? Wir sahen niemals einen Gegenstand, der nicht einen an- dern �ber oder neben sich gehabt h�tte, noch erfuhren wir je ein Gef�hl, ohne dass ein anderes darauf ge- folgt w�re. Wenn wir daher versuchen, uns den |letzten Punkt im Raume vorzustellen, so wird in uns unwi- derstehlich die Idee von anderen dar�berliegenden Punkten erregt wenn wir es versuchen, uns den letzten Augenblick der Zeit vorzustellen, so m�ssen wir so- gleich an einen Augenblick darnach denken. Auch ist die Notwendigkeit nicht vorhanden, ein besonderes fundamentales Gesetz des Geistes anzunehmen, wie es die neuere metaphysische Schule thut, um das un- seren Begriffen von Zeit und Raum inh�rirende Ge- f�hl der Unendlichkeit zu erkl�ren; diese scheinbare Unendlichkeit wird durch einfachere und allgemein anerkannte Gesetze erkl�rt. Wie ist es nun bei einem geometrischen Axiome, wie z.B. zwei gerade Linien k�nnen keinen Raum ein- schliessen � eine Wahrheit die uns unsere fr�hesten Eindr�cke von der Aussenwelt her bezeugen � wie ist es bei einem solchen Axiome m�glich (diese �usseren Eindr�cke m�gen der Grund unseres Glaubens sein oder nicht), dass das Umgekehrte des Satzes uns an- ders als unbegreiflich sein k�nnte? Welche Analogie, welche �hnliche Ordnung der Thatsachen in einem an- dern Zweige unserer Erfahrung besitzen wir, die uns die Vorstellung zweier geraden Linien, welche einen Raum einschliessen, erleichtern k�nnten? Nichts von alle dem. Ich habe bereits die Aufmerksamkeit auf die besonderen Eindr�cke der Form gelenkt, ich erw�hn- te, dass die Ideen oder geistigen Bilder genau ihren Vorbildern gleichen, und sie zu Zwecken wissen- schaftlicher Beobachtung ad�quat repr�sentiren. Aus diesem Grunde und wegen des intuitiven Charakters der Beobachtung, die sich in diesem Falle auf ein ein- faches Betrachten reducirt, kann uns unsere Einbil- dungskraft nicht einmal zwei gerade Linien vorf�hren, damit wir versuchen sie uns so vorzustellen, als schl�ssen sie einen Raum ein, ohne durch diesen Act selbst das philosophische Experiment zu wiederholen, welches das Gegentheil ergiebt. Wird man wirklich behaupten, dass die Unbegreiflichkeit eines Dinges unter solchen Umst�nden etwas gegen den experimen- tellen Ursprung der Ueberzeugung beweist? Ist es nicht klar, dass, welchen Ursprung auch unser Glaube an den Satz haben mag, die Unm�glichkeit, das Nega- tive desselben zu begreifen, bei beiden Hypothesen dieselbe sein muss? So wie daher Herr Whewell dieje- nigen, welche einige Schwierigkeit finden, die von ihm ausgef�hrte Unterscheidung zwischen nothwendi- gen und zuf�lligen Wahrheiten zu erkennen, |ermahnt, Geometrie zu studiren � eine Bedingung, die ich ihn versichern kann