welches das Gegew�rtige mit dem Zuk�nftigen, das M�gliche mit dem Wirklichen unaufl�sbar verkn�pft. Ein Urtheil durch Erfahrung lernen, und sehen, dass es nothwendig wahr ist, sind zwei ganz verschiedene Gedankenprocesse. �Und,� f�gt Herr Whewell hinzu, �wer diese Unterscheidung zwischen nothwendiger und zuf�lliger Wahrheit nicht klar begreift, der wird bei unseren Untersuchungen �ber die Begr�ndung un- seres Wissens nicht weit mit uns gehen, noch in der| That irgend eine Betrachtung �ber den Gegenstand mit Erfolg verfolgen k�nnen�.61 Um zu lernen, was f�r eine Unterscheidung es ist, deren Nichterkennung sich diese Anklage zuzieht, wollen wir wieder die Worte Herrn Whewell's anf�h- ren. �Notwendige Wahrheiten sind diejenigen, durch welche wir nicht allein lernen, dass ein Urtheil wahr ist, sondern durch die wir auch sehen, dass es wahr sein muss; bei denen die Negation der Wahrheit nicht nur falsch, sondern auch unm�glich ist, und wobei wir, sogar bei aller Anstrengung der Phantasie, oder als eine Supposition, nicht das Gegentheil von dem, was behauptet wird, begreifen k�nnen. Dass es solche Wahrheiten giebt, kann nicht bezweifelt werden. Wir k�nnen als Beispiele alle Relationen der Zahlen an- nehmen. Drei und zwei addirt geben f�nf. Wir k�nnen uns nicht vorstellen, dass es anders sein k�nne. Wir k�nnen nicht in Folge irgend einer Grille denken, dass drei und zwei sieben sind.� Obgleich Herr Whewell naturgem�ss und ganz an- gemessen eine Menge von Phrasen gebraucht, um seine Meinung zur Geltung zu bringen, so wird er doch wohl zugeben, dass sie alle gleichbedeutend sind, und dass das, was er unter einer nothwendigen Wahrheit versteht, hinreichend definirt wird, als �ein Satz (Urtheil), dessen Negation nicht allein falsch, sondern auch unbegreiflich ist�. Ich bin unf�hig in ir- gend einem von Herrn Whewell's Ausdrucken eine weitere Meinung zu finden, wie ich sie auch drehen und wenden mag, und ich glaube nicht, dass er be- haupten wird, sie meinten noch etwas Anderes. Es ist daher das behauptete Princip: Urtheile, deren Negation unbegreiflich ist, oder mit anderen Worten, die wir uns nicht als falsch vorstellen k�nnen, m�ssen auf einem Beweis von einer hohem und unwiderstehli- chen Art beruhen, als ihn die Erfahrung zu bieten ver- mag. Wir haben nun zun�chst zu betrachten, ob ein Grund f�r diese Behauptung vorliegt. Ich muss mich nur dar�ber verwundern, dass ein so grosser Nachdruck auf den Umstand der Unbegreif- lichkeit gelegt worden i�t, da die Erfahrung doch so reichlich zeigt, dass unsere F�higkeit oder Unf�hig- keit ein Ding zu begreifen, sehr wenig mit der |M�g- lichkeit des Dinges an und f�r sich zu thun hat.