- ten, und nicht diejenigen etwas an, welche durch keine Bilder dargestellt werden k�nnten, n�mlich die gegen- seitige Wirkung der K�rper aufeinander. Das Funda- ment der Geometrie w�rde daher auch dann auf der directen Erfahrung beruhen, wenn die Experimente (welche in diesem Falle bloss in dem aufmerksamen Anschauen bestehen) bloss mit dem Statt f�nden, was wir unsere Ideen nennen, d.h. mit den Figuren in un- serem Geiste, und nicht mit �usseren Gegenst�nden. In allen Systemen des Experimentirens nehmen wir ei- nige Gegenst�nde, um sie als Repr�sentanten aller derjenigen dienen zu lassen, welche ihnen gleichen; und in dem vorliegenden Falle sind die Bedingungen, welche einen realen Gegenstand zum Repr�sentanten seiner Classe bef�higen, durch einen Gegenstand, der nur in unserer Phantasie existirt, vollst�ndig erf�llt. Ohne daher die M�glichkeit zu leugnen, dass wir durch blosses Denken zweier geraden Linien, und ohne sie zu sehen, glauben k�nnen, dass sie keinen Raum einschliessen k�nnen, behaupte ich, dass wir diese Wahrheit nicht bloss auf Grund unserer imagi- n�ren Anschauung hin glauben, sondern weil wir wis- sen, dass die eingebildeten Linien, den wirklichen genau gleich sehen, und |dass wir von ihnen auf wirk- liche Linien ganz mit derselben Sicherheit schliessen k�nnen, als von einer wirklichen Linie auf eine andere wirkliche. Der Schluss ist daher immer eine Induction aus der Beobachtung, und wir w�rden nicht eine Be- obachtung des Bildes in unserm Geiste f�r eine Beob- achtung der Wirklichkeit substituiren d�rfen, wenn wir nicht durch eine lange fortgesetzte Erfahrung ge- lernt h�tten, dass alle Eigenschaften der Wirklichkeit in dem Bilde treulich repr�sentirt sind; gerade so wie wir wissenschaftlich nicht eher berechtigt w�ren, die Gestalt und Farbe eines Thieres, das wir nie gesehen haben, nach einem photographischen Bilde desselben zu beschreiben, bis wir durch eine h�ufige Erfahrung gelernt haben, dass die Beobachtung eines solchen Bildes der Beobachtung des Originals genau �quiva- lent ist. Diese Betrachtungen heben auch den Einwurf auf, der aus der Unm�glichkeit hervorgeht, den Linien bis zur Verl�ngerung ins Unendliche mit den Augen zu folgen. Denn obgleich es nothwendig w�re, den Lini- en ins Unendliche zu folgen wenn man wirklich sehen wollte, ob sie sich nie begegnen, so k�nnen wir ohne dies zu thun doch wissen, dass, wenn sie je zusam- mentreffen, oder wenn sie nach dem Divergiren anfan- gen sollten, sich einander zu n�hern, dies bei einer endlichen und nicht bei unendlicher Entfernung Statt finden muss. Wenn wir daher annehmen, dass dies wirklich der Fall w�re, so k�nnen wir uns in Gedan- ken dahin verf�gen und ein geistiges Bild von dem Anblicke aufstellen, welchen die eine oder beide Lini- en bei