zu sehen, dass sie vom Durchschnittspunkt an immer mehr divergiren. Der experimentelle Beweis h�uft sich in einem solchen Uebermaass vor uns an, und ohne einen Fall, bei dem auch nur der Verdacht einer Ausnahme von der Regel zul�ssig sein k�nnte, dass wir bald starkem Grund haben d�rften, das Axiom auch als experimentelle Wahrheit zu glauben, als wir nur f�r irgend eine der allgemeinen Wahrheiten, die wir zugestandenermaas- sen durch sinnlichen Beweis besitzen, haben k�nnen. Gewiss w�rden wir es unabh�ngig von dem aprioristi- schen Beweise mit einer starkem Ueberzeugung glau- ben, als irgend eine der gew�hnlichen physikalischen Wahrheiten; und dies noch dazu in einer viel fr�hem Lebenszeit, als diejenige ist, von der wir fast einen jeden Theil unseres erlangten Wissens datiren, und die viel zu fr�h, um eine Erinnerung der Geschichte unserer Geistesverrichtungen in dieser Periode zuzu- lassen. Wo ist nun aber die Nothwendigkeit anzuneh- men, unsere Erkenntniss dieser Wahrheiten habe einen andern Ursprung, als unser �briges Wissen, wenn ihre Existenz vollkommen durch die Annahme erkl�rt wird, dass ihr Ursprung derselbe ist; wenn die Ursachen, welche in allen anderen F�llen Glauben hervorrufen, auch in diesem Falle, und zwar in einem um so viel h�hern Grade vorhanden sind, als die St�r- ke des Glaubens selbst gr�sser ist? Per Beweis liegt denjenigen ob, welche die entgegengesetzte Meinung vertheidigen; an ihnen liegt es, irgend eine Thatsache nachzuweisen, die mit der Annahme, dass dieser Theil unserer Kenntniss der Natur aus derselben Quelle fliesst wie alle anderen Theile, unvertr�glich w�re. Sie w�rden dies z.B. thun k�nnen, wenn sie chro- nologisch beweisen k�nnten, dass wir die Ueberzeu- gung (wenigstens praktisch) in der Kindheit hatten ehe wir jene Eindr�cke auf die Sinne, auf welche der andern Theorie nach die Ueberzeugung gegr�ndet ist erhalten haben. Dies ist aber nicht zu beweisen, da es ausserhalb des Bereiches des Ged�chtnisses liegt, und f�r die �ussere |Beobachtung zu dunkel ist. Die Ver- theidiger der aprioristischen Theorie sind gezwungen, zu anderen Argumenten ihre Zuflucht zu nehmen. Sie lassen sich auf zwei zur�ckf�hren, und ich will versu- chen, sie so klar wie m�glich anzugeben. �. 5. Erstens sagt man, dass, wenn sich unsere Zu- stimmung zu dem Urtheil, Zwei gerade Linien k�nnen keinen Raum einschliessen, von den Sinnen herschrie- be, so k�nnten wir von seiner Wahrheit nur durch den wirklichen Versuch �berzeugt werden, d.h. dadurch, dass wir die geraden Linien s�hen oder f�hlten, w�h- rend wir das Urtheil in der That bloss in Gedanken f�r wahr erkennen. Dass ein ins Wasser geworfener Stein auf den Grund sinkt, kann durch die Sinne wahrgenommen werden, aber