Antwort: es sind experimentelle Wahrheiten, Generalisationen aus der Beobachtung. Der Satz: Zwei gerade Linien k�nnen keinen Raum einschliessen, oder mit anderen Worten, Zwei gerade Linien, welche sich einmal begegnet sind, begegnen oder schneiden sich nicht wieder, son- dern divergiren fortw�hrend, ist eine Induction, die sich auf einen sinnlichen Beweis st�tzt. Diese Ansicht ist einem alten philosophischen Vor- urtheil entgegen, und hat wahrscheinlich bei Vielen eine ung�nstigere Aufnahme zu erwarten als irgend ein anderer in diesem Werke ausgesprochener Satz. Es ist indessen keine neue Meinung, und sogar, wenn sie es w�re, so sollte sie nicht nach der Neuheit, son- dern nach der St�rke der Argumente, auf welche sie sich st�tzt, beurtheilt werden. Es ist f�r ein Gl�ck an- zusehen, dass ein so ausgezeichneter K�mpe f�r die entgegengesetzte Meinung, wie Hr. Whewell, die Theorie der Axiome zu behandeln Gelegenheit hatte, indem er versuchte, die Philosophie der Mathematik und der physikalischen Wissenschaften auf die Lehre zu gr�nden, welche in dem vorliegenden Werke be- stritten wird. Wem daran gelegen ist, dass die Discus- sion eines Gegenstandes bis auf den Grund desselben gehe, der muss sich freuen, die ihm entgegenstehende Seite der Frage w�rdig vertreten zu sehen. Wer ge- zeigt hat, dass das, was ein Gelehrter, wie Hr. Whe- well, zur St�tze einer Meinung gesagt hat, auf die er ein ganzes System gr�ndete, nicht stichhaltig ist, braucht weder nach st�rkeren Argumenten noch nach einem starkem Gegner zu suchen. Es ist nicht n�thig, nachzuweisen, dass die Wahr- heiten, welche wir Axiome nennen, urspr�nglich von der Beobachtung geliefert werden, und dass wir nie gewusst h�tten, dass zwei gerade Linien keinen Raum einschliessen k�nnen, wenn wir nie eine gerade Linie gesehen h�tten; dies giebt Hr. Whewell und geben alle Diejenigen zu, welche seine Ansichten �ber diesen Gegenstand angenommen haben. Sie bestreiten aber, dass es die Erfahrung sei, welche dies Axiom beweist; nach ihnen wird seine Wahrheit a priori durch die Be- schaffenheit des Geistes selbst von dem Augenblick an wahrgenommen, wo die Bedeutung des Satzes ver- standen wird, und ohne dass es n�thig w�re, sie durch wiederholte Versuche zu best�tigen, wie es bei Wahr- heiten, die durch Beobachtung erhalten wurden, erfor- derlich ist. |Sie m�ssen indessen zugeben, dass, wenn die Wahrheit des Axioms, Zwei gerade Linien k�nnen keinen Raum einschliessen, unabh�ngig von der Er- fahrung evident ist, sie es auch gem�ss der Erfahrung ist. Ob das Axiom der Best�tigung bedarf oder nicht, es erh�lt sie in fast einem jeden Augenblick unseres Lebens, indem wir nicht zwei sich schneidende Linien betrachten k�nnen, ohne