werden, so wurden alle diese Wissenschaften bis zu einem gewissen Grad, und einige sogar g�nzlich zu Wissenschaften des reinen Schliessens, wodurch eine Menge von Wahrheiten, die bereits durch Induction aus eben so vielen verschiedenen Reihen von Experimenten er- kannt waren, als Deductionen oder Corollarien aus in- ductiven S�tzen von einem einfacheren und allgemei- neren Charakter dargestellt werden konnten. So wur- den die Mechanik, die Hydrostatik, die Optik, die Akustik und die W�rmelehre allm�lig mathematisch gemacht, und die Astronomie wurde durch Newton den Gesetzen der allgemeinen Mechanik unterworfen. Warum die Substitution dieses weitl�ufigen Verfah- rens f�r einen anscheinend leichteren und nat�rliche- ren Process mit Recht f�r den gr�ssten Triumph der Naturforschung gehalten wird, k�nnen wir jetzt noch nicht untersuchen. Es ist aber n�thig zu bemerken, dass obgleich Wissenschaften durch diese allm�lige Umwandlung mehr und mehr Deductiv zu werden streben, sie darum nicht weniger Inductiv sind; ein jeder Schritt in der Deduction ist immer noch eine In- duction. Der Gegensatz besteht nicht zwischen den Ausdr�cken Deductiv und Inductiv, sondern zwischen Deductiv und Experimentell. Eine Wissenschaft ist in dem Verh�ltniss experimentell, als ein jeder neue Fall, der irgend besondere Z�ge darbietet, einer neuen Reihe von Experimenten und Beobachtungen, einer neuen Induction bedarf. Sie ist Deductiv im Verh�lt- niss, als sie bez�glich einer neuen Art F�lle durch ein Verfahren Schl�sse ziehen kann, welches diese F�lle unter alte Inductionen bringt, und zwar dadurch, |dass bestimmt wird, dass F�lle, bei denen man nicht direct beobachten kann, ob sie die erforderlichen Merkmale besitzen, nichtsdestoweniger Merkmale von diesen Merkmalen besitzen. Wir k�nnen daher jetzt wahrnehmen, welches der generische Unterschied ist zwischen Wissenschaften, welche Deductiv gemacht werden k�nnen, und sol- chen, die vorl�ufig Experimentell bleiben m�ssen. Wenn wir durch unsere verschiedenen Inductionen nicht �ber S�tze hinausgekommen sind, wie diese: a ein Merkmal von b, oder a und b Merkmale von ein- ander, c ein Merkmal von d, oder c und d Merkmale von einander, ohne den Zusammenhang von a und b mit c und d zu kennen: so haben wir eine Wissen- schaft von gesonderten und gegenseitig unabh�ngigen Generalisationen, etwa wie diese, die S�uren r�then blaue Pflanzenstoffe und die Alkalien f�rben sie gr�n. Aus keinem dieser S�tze k�nnten wir den andern di- rect oder indirect folgern, und soweit eine Wissen- schaft aus solchen S�tzen besteht, ist sie rein experi- mentell. Die Chemie hat in ihrem gegenw�rtigen Zu- stand diesen Charakter noch nicht abgelegt. Es giebt aber andere Wissenschaften, in denen die S�tze fol- gender Art sind: a ein Merkmal von b, b ein Merkmal von c, c von d, d von e etc. In diesen