w�hrend ein jedes Paar correspondirende Winkel von Dreiecken sein sollen, welche zwei Seiten und den dadurch eingeschlossenen Winkel gleich haben. Durch diesen gl�cklichen Kunstgriff l�sst man so viele verschiedene Inductionen auf denselben parti- cularen Fall hinwirken. Und da dies durchaus keine so augenf�llige Idee ist, so kann man aus einem so nahe an der Schwelle der Mathematik stehenden Beispiel ersehen, welcher Spielraum dem wissenschaftlichen Geschick wohl in den hohem Zweigen dieser wie auch anderer Wissenschaften noch bleiben mag, um einige wenige einfachen Inductionen so zu combiniren, dass dadurch unter eine jede derselben unz�hlige F�lle ge- bracht werden, die nicht augenscheinlich in ihnen ein- geschlossen liegen, und wie lange, wie zahlreich und verwickelt die Processe sein m�gen, welche nothwen- dig sind, um die Inductionen zusammenzubringen, wenn auch eine jede Induction an sich sehr leicht und einfach sein mag. � Alle in der Geometrie enthaltenen Inductionen sind in den einfachen Inductionen, deren Formeln die Axiome und einige wenige der sogenann- ten Definitionen sind, enthalten. Der Ueberrest der Wissenschaft besteht in den Processen, welche ausge- f�hrt werden, um unvorhergesehene F�lle innerhalb dieser Inductionen zu bringen, oder (in syllogistischer Sprache) um die f�r die Vervollst�ndigung des Syllo- gismus nothwendigen unteren Pr�missen zu beweisen, da die oberen Pr�missen aus Definitionen und Axio- men bestehen. In diesen Definitionen und Axiomen ist das Ganze der Merkmale niedergelegt, durch deren kunstvolle Verbindung man es m�glich fand, alles in der Geometrie Bewiesene zu entdecken und zu bewei- sen. Da dieser Merkmale nur so wenige sind, und da die Inductionen, welche sie liefern, uns so gel�ufig und klar sind: so bildet die Verbindung von mehreren derselben, woraus Deductionen oder Kettenschl�sse entstehen, die ganze Schwierigkeit der Wissenschaft, und mit geringer Ausnahme ihren ganzen Umfang, und daher ist die Geometrie eine Deductive Wissen- schaft. �. 5. Man wird hernach sehen, dass gewichtige wis- senschaftliche Gr�nde vorhanden sind, um einer jeden Wissenschaft soviel als |m�glich den Charakter einer Deductiven Wissenschaft zu geben; zu versuchen, die Wissenschaft aus den m�glichst wenigen und einfa- chen Inductionen aufzubauen, und diese, wenn auch durch die verwickelsten Combinationen, hinreichend zu machen, um auch solche auf verwickelte F�lle be- z�glichen Wahrheiten zu beweisen, welche, wenn wir es wollten, durch Inductionen aus der specifischen Er- fahrung bewiesen werden k�nnten, Ein jeder Zweig der Physik war urspr�nglich experimentell, eine jede Generalisation beruhte auf einer speciellen Induction, und war aus ihrer eigenen unterschiedenen Reihe von Beobachtungen abgeleitet. Da es, wie man sagt, rein experimentelle Wissenschaften, oder besser gesagt, da es Wissenschaften sind, in denen die Schl�sse mei- stens nur aus einer Stufe bestehen und durch einen einzigen Syllogismus ausgedr�ckt