in den vorhergehenden Capiteln ge- brauchten Beispielen glichen; wenn die Aehnlichkeit, welche diese Pr�misse behauptet, den Sinnen so ein- leuchtend w�re, wie in dem Urtheil �Sokrates ist ein Mensch�, oder wenn sie durch directe Beobachtung bestimmt werden k�nnte: so w�rden keine Ketten- schl�sse erforderlich sein, und die Deductiven Wis- senschaften w�rden nicht existiren. Kettenschl�sse sind nur daf�r da, um eine auf beobachtete F�lle ge- gr�ndete Induction auf andere F�lle auszudehnen, in denen wir nicht allein das nicht direct beobachten k�nnen, was zu beweisen ist, sondern in denen wir nicht einmal das Merkmal, welches es beweisen soll, direct beobachten k�nnen. �. 2. Angenommen der Syllogismus w�re, Alle K�he k�uen wieder, das Thier vor mir ist eine Kuh, daher k�uet es wieder. Wenn die untere Pr�misse �berhaupt wahr ist, so ist sie es ohne weiteres; die obere Pr�misse bedarf einer vorausg�ngigen Pr�fung, und vorausgesetzt die Induction, wovon sie der Aus- druck ist, w�re richtig vollzogen, so wird der Schluss in Betreff des Thieres vor mir augenblicklich gezogen sein, weil man, sobald sie mit der |Formel verglichen wird, findet, dass sie darin eingeschlossen ist. Neh- men wir aber an, der Syllogismus w�re wie folgt: � Aller Arsenik ist giftig, die Substanz vor mir ist Arse- nik, folglich ist sie giftig. Die Wahrheit der untern Pr�misse ist hier vielleicht nicht so auf den ersten Blick einleuchtend; sie ist vielleicht nicht durch direc- te Anschauung bewiesen, sondern vielleicht selbst das Ergebniss einer Folgerung. Sie kann der Schluss eines Arguments sein, das, in die syllogistische Form ge- bracht, so lautet: � Alles was mit Wasserstoff eine Verbindung eingeht, die mit salpetersaurem Silber einen schwarzen Niederschlag giebt, ist Arsenik; die Substanz vor mir entspricht dieser Bedingung: folg- lich ist sie Arsenik. Um daher den letzten Schluss zu beweisen, die Substanz vor mir ist giftig, bedarf es eines Verfahrens, das, um syllogistisch ausgedr�ckt zu werden, zwei Syllogismen erfordert, und wir haben so einen Kettenschluss. Wenn wir aber so Syllogismus zu Syllogismus ad- diren, so f�gen wir in Wirklichkeit Induction zu In- duction. Zwei getrennte Inductionen m�ssen stattge- funden haben, um diese Kette von Folgerungen m�g- lich zu machen; Inductionen, die wahrscheinlich auf verschiedene Reihen von einzelnen F�llen gegr�ndet sind, die aber in ihren Resultaten convergiren, so dass der den Gegenstand der Untersuchung bildende Fall in das Bereich beider f�llt. Die Geschichte dieser In- ductionen ist in den oberen Pr�missen der zwei Syllo- gismen niedergelegt. Erstlich, wir, oder andere f�r uns, haben verschiedene Gegenst�nde untersucht, wel- che unter den gegebenen Umst�nden den