Be- weises � d.h. der Richtigkeit der Induction � ein Theil der Induction selbst ist; wir m�ssten denn sagen, sie w�re ein Theil von allem was wir thun, um uns zu �berzeugen, dass es richtig gethan worden ist. Wir schliessen von bekannten F�llen auf unbekannte durch den Drang unserer Neigung zu verallgemeinern, und (erst nach vieler Uebung und geistiger Disciplin) wird die Frage von der Zul�nglichkeit des Beweises bei einem R�ckblick auf das Geschehene aufgewor- fen, bei dem wir unsere eigenen Fusstapfen verfolgen und pr�fen, ob das, was wir bereits gethan haben, auch gerechtfertigt ist. Von diesem Zur�ckdenken als von einem Theil der urspr�nglichen Th�tigkeit zu sprechen, welche in Worte ausgedr�ckt werden muss, damit die w�rtliche Formel den psychologischen Pro- cess richtig darstelle, scheint mir eine falsche Psycho- logie zu sein.53 Wir �berblicken sowohl unser syllo- gistisches als auch unser inductives Verfahren und er- kennen an, dass es richtig ausgef�hrt worden ist; aber die Logiker f�gen dem Syllogismus nicht eine dritte Pr�misse hinzu, um diesen Act der Anerkennung aus- zudr�cken. Ein sorgsamer Copist verificirt seine Ab- schrift dadurch, dass er sie mit dem Original ver- gleicht, und wenn sich kein Irrthum zeigt, so erkennt er an, dass die Abschrift |richtig gemacht worden ist. Wir nennen aber die Pr�fung der Abschrift nicht einen Theil des Copiractes. Bei einer Induction wird der Schluss aus dem Be- weis selbst gefolgert, und nicht aus der Anerkennung der Zul�nglichkeit des Beweises; so wie ich schliesse, dass mein Freund auf mich zukommt, weil ich ihn sehe, und nicht weil ich anerkenne, dass meine Augen offen sind, und das Gesicht ein Mittel des Erkennens ist. Bei allen Operationen, welche Sorgfalt erfordern, ist es gut, wenn wir uns versichern, dass der Process genau vollf�hrt worden ist, aber das Pr�fen des Pro- cesses ist nicht der Process selbst, es h�tte k�nnen hinweggelassen werden und der Process k�nnte doch richtig sein. Gerade weil diese Operation bei dem ge- w�hnlichen unwissenschaftlichen Schliessen hinweg- gelassen wird, wird an Gewissheit dadurch gewonnen, dass das Schliessen in die syllogistische Form gefasst wird. Um so viel wie m�glich sicher zu sein, dass sie nicht ausgelassen werde, machen wir diese pr�fende Operation zu einem Theil des Schliessprocesses selbst. Wir bestehen darauf, dass die Folgerung vom Besondern aufs Besondere durch ein allgemeines Ur- theil hindurchgehe. Aber dies ist eine Sicherheit f�r gutes Schliessen, nicht eine Bedingung alles Schlie- ssens; und in manchen F�llen nicht einmal eine Si- cherheit. Wir machen unsere gel�ufigsten Folgerun- gen, ehe wir den Gebrauch eines allgemeinen Urtheils lernen, und ein Mensch von ununterrichtetem Scharf- sinn wird