gewonnen wird, sondern er hielt es auch f�r seine Pflicht, die obere Pr�misse aus dem Verfahren beim Schliessen ganz auszustreichen, ohne etwas anderes an die Stelle zu setzen, und be- hauptete, unser Schliessen bestehe nur aus der untern Pr�misse und dem Schlussatz, Sokrates ist ein Mensch, daher ist Sokrates sterblich; indem er so thats�chlich die Berufung auf fr�here Erfahrung als einen unn�thigen Schritt in dem Argument unter- dr�ckte. Die Absurdit�t hiervon verbarg sich ihm hin- ter seiner Annahme, das Schliessen sei bloss eine Analyse unserer eigenen Begriffe oder abstracten Ideen, und das Urtheil, Sokrates ist sterblich, entwick- le sich aus dem Urtheil, Sokrates ist ein Mensch, ein- fach dadurch, dass wir den Begriff |der Sterblichkeit als in dem Begriff, den wir uns von einem Menschen machen, bereits als enthalten erkennen. Nach den weitl�ufigen Erkl�rungen bez�glich des Inhalts der Urtheile bedarf es nicht viel, um den fun- damentalen Irrthum in dieser Ansicht von dem Syllo- gismus klar zu machen. Wenn das Wort Mensch Sterblichkeit mitbezeichnete, wenn die Bedeutung von �sterblich� in der Bedeutung von �Mensch� ein- geschlossen w�re, so k�nnten wir, da die untere Pr�- misse dies deutlich behauptet h�tte, den Schluss ohne Zweifel aus der untern Pr�misse allein entwickeln. Wenn aber, wie es in der That der Fall ist, das Wort Mensch nicht Sterblichkeit mitbezeichnet, woher kommt es dann, dass in dem Geist eines jeden der zu- giebt, Sokrates sei ein Mensch, die Idee des Men- schen die Idee der Sterblichkeit einschliessen muss? Dr. Brown konnte nicht umhin, diese Schwierigkeit zu sehen, und um sie zu vermeiden, liess er sich gegen seine Absicht verleiten, die Stufe in dem Argument, welche dem Obersatz entspricht, unter einem andern Namen dadurch wiederherzustellen, dass er die Noth- wendigkeit behauptete, die Beziehung zwischen der Idee des Menschen und der Idee der Sterblichkeit vor- her wahrzunehmen. Wenn der Schliessende diese Re- lation nicht vorher wahrgenommen hat, sagt Dr. Brown, so wird er nicht folgern, Sokrates sei sterb- lich, weil er ein Mensch ist. Aber sogar diese Einr�u- mung, obgleich sie einem Aufgeben der Lehre gleich- kommt, dass ein Argument nur aus der untern Pr�mis- se und dem Schlusssatz besteht, kann den Rest jener Theorie nicht retten. Die Zustimmung bleibt dem Ar- gument nicht bloss aus, weil der Schliessende aus Mangel an einer n�thigen Analyse nicht wahrnimmt, dass seine Idee des Menschen seine Idee der Sterb- lichkeit einschliesst, sondern viel gew�hnlicher, weil diese Beziehung zwischen den zwei Ideen in seinem Geiste niemals existirt hat. Und sie existirt in Wahr- heit niemals, wenn nicht als das Resultat der