nur wenige Menschen �ber jene ein- fachsten Folgerungen hinauskommen, welche von den intelligenteren Thieren gezogen werden. Obgleich f�r das Schliessen nicht nothwendig, so sind die allge- meinen Urtheile doch f�r irgend einen bedeutenden Fortschritt im Schliessen nothwendig. Es ist daher na- t�rlich und unvermeidlich, dass der Erforschungs- process in zwei Theile getheilt und dass allgemeine Formeln aufgestellt werden, um, noch ehe die Gele- genheit dazu sich darbietet, zu bestimmen, welche Folgerungen gezogen werden k�nnen. Das Ziehen derselben ist dann die Anwendung der Formeln, und die Regeln des Syllogismus sind ein System von Si- cherheiten f�r die Richtigkeit der Anwendung. �. 6. Um die Reihe der Betrachtungen in Betreff des philosophischen Charakters des Syllogsimus zu vervollst�ndigen, ist es n�thig, zu betrachten, wel- ches, da es der Syllogismus nicht ist, der wirkliche Typus des Verfahrens beim Schliessen sei. Dies l�st sich in die Frage auf: welches ist die Natur der untern Pr�misse und in welcher Weise tr�gt sie zu dem Schlusse bei. Denn was die obere Pr�misse betrifft, so verstehen wir nun vollst�ndig, dass |der Platz, den sie nominell in unserm Schliessen einnimmt, eigentlich den individuellen Thatsachen oder Beobachtungen zu- kommt, wovon sie das allgemeine Resultat ausdr�ckt; die obere Pr�misse ist nicht ein wirklicher Theil des Arguments, sondern ein Ruheort f�r den Geist, der durch einen sprachlichen Kunstgriff zwischen die wirklichen Pr�missen und den Schluss eingeschoben ist, und zwar als eine Sicherheit f�r die Richtigkeit des Verfahrens, was sie denn auch in hohem Grade ist. Da indessen die untere Pr�misse ein unentbehrli- cher Theil des syllogistischen Ausdrucks eines Argu- ments ist, so ist sie entweder ein gleich unentbehrli- cher Theil des Arguments selbst, oder sie entspricht einem solchen, und wir haben nur zu untersuchen, welchem. Es ist vielleicht der M�he werth, hier eine Betrach- tung eines Philosophen anzuf�hren, dem die Philoso- phie des Geistes viel verdankt, der zwar ein tiefer aber dabei doch ein �bereilter Denker war, und dessen Mangel an n�thiger Vorsicht ihn so bemerkenswerth machte wegen dem was er nicht sah, als wegen dem was er sah: ich meine Dr. Thomas Brown, dessen Theorie des Syllogismus eigenth�mlich ist. Er sah die petitio principii, welche einem jeden Syllogismus in- wohnt wenn wir die obere Pr�misse selbst als den Be- weis des Schlusses betrachten, w�hrend sie in der That eine Behauptung von der Existenz des Beweises ist, der gen�gt, um einen Schluss von einer gegebenen Art zu beweisen. W�hrend Dr. Brown dieses sah, ent- ging ihm nicht allein der ungeheure Vortheil, welcher behufs der Sicherung der Richtigkeit durch die Da- zwischenkunft dieser Stufe zwischen dem wirklichen Beweis und dem Schluss