schliessen m�ssen, aber es ist eine Form, in der wir schliessen m�gen, in die wir unser Schliessen unausweichlich zu fassen haben, wenn |ein Zweifel in Beziehung auf seine G�ltigkeit vorhanden ist; obgleich, wenn der Fall famili�r und wenig verwickelt und wenn nicht die Vermuthung eines Irrthums vorhanden ist, wir direct von bekann- ten besonderen F�llen auf unbekannte schliessen k�n- nen und auch schliessen.47 Dies ist der Gebrauch des Syllogismus als eines Modus, um ein gegebenes Argument zu verificiren. Seine weiteren Anwendungen bez�glich des allgemei- nen Ganges unserer Geistesth�tigkeiten bedarf kaum einer Erl�uterung, da es in Wirklichkeit die anerkann- ten Anwendungen der allgemeinen Sprache sind. Sie laufen im Wesentlichen darauf hinaus, dass die Induc- tionen nur ein f�r allemal gemacht zu werden brau- chen; eine einzige sorgf�ltige Befragung der Erfah- rung kann gen�gen, und das Resultat kann in Form eines allgemeinen Urtheils registrirt und dem Ge- d�chtniss oder der Schrift �berliefert werden; wir haben dann sp�ter nur von diesem aus zu syllogisiren. Die Einzelheiten unseres Experiments d�rfen alsdann aus dem Ged�chtniss verwischt werden, da es demsel- ben unm�glich sein w�rde, eine so grosse Masse von Details zu behalten, w�hrend das Wissen, welches diese Details f�r den k�nftigen Gebrauch boten, und das sonst bei dem Vergessen der Beobachtungen oder bei dem �berm�ssigen Anwachsen des Registers als- bald verloren gehen w�rde, vermittelst der allgemei- nen Sprache in einer bequemen und sogleich ver- werthbaren Form erhalten wird. Diesem Vortheil ist der ihn zum Theil aufwiegende Nachtheil entgegenzuhalten, dass urspr�nglich auf unzul�ngliche Beweise hin gemachte Folgerungen ge- heiligt werden, und gleichsam zu allgemeinen |Grund- s�tzen erh�rten. An diesen h�ngt dann der Geist aus Gewohnheit, wenn er auch der Gefahr entwachsen ist, durch einen �hnlichen tr�gerischen Schein von neuem auch nur f�r einen Augenblick verleitet zu werden; aber da er die Details vergessen hat, so denkt er nicht daran, seine fr�here Entscheidung zu revidiren. Ein unvermeidlicher Nachtheil, der indessen, so bedeu- tend er an und f�r sich ist, die ungeheuren Vortheile der allgemeinen Sprache nur wenig beeintr�chtigt. Der Gebrauch des Syllogismus ist in Wahrheit nichts anderes als der Gebrauch allgemeiner Urtheile beim Schliessen. Wir k�nnen ohne sie schliessen, und in einfachen und klaren F�llen pflegen wir es auch zu thun; auch k�nnen es sehr scharfsinnige Geister in nicht einfachen und klaren F�llen thun, wenn ihnen ihre Erfahrung F�lle liefert, welche einer jeden vor- kommenden Combination von Umst�nden wesentlich �hnlich sind. Aber andere Geister, oder auch diesel- ben Geister ohne eine solche Erfahrung, sind ohne den Beistand allgemeiner Urtheile ganz h�lflos, so- bald der Fall die geringste Verwickelung darbietet, und wenn nicht allgemeine Urtheile aufgestellt w�r- den, so w�rden