und zu verk�nden, und so das Ganze von dem was unser Beweis beweisen muss, wenn er �berhaupt etwas beweist, in seinem ganzen Umfang vor unsern Geist zu bringen. Dieses Zusammenfassen der ganzen Masse von Folgerungen aus einer gegebenen Reihe von besonde- ren F�llen in einen allgemeinen Ausdruck wirkt in mehr als einer Weise als eine Sicherheit daf�r, dass es richtige Folgerungen sind. Zum ersten bietet das all- gemeine Princip der Einbildungskraft ein gr�sseres Object dar, als irgend eines der besonderen darin ent- haltenen Urtheile. Ein Gedankenprocess, welcher zu einer umfassenden Allgemeinheit f�hrt, wird st�rker empfunden, als ein Denken, das bloss auf eine isolirte Thatsache hinausl�uft, und der Geist wird, sogar un- wissentlich, dazu veranlasst, dem Process gr�ssere Aufmerksamkeit zuzuwenden, und die Zul�nglichkeit der Erfahrung, an welche als die Grundlage der Folge- rung appellirt wird, sorgf�ltiger abzuw�gen. Es liegt aber noch |ein anderer wichtigerer Vortheil darin. In dem Schliessen von einer Reihe einzelner Beobach- tungen auf einen neuen, noch nicht beobachteten Fall, mit dem wir nur noch unvollkommen bekannt sind (denn sonst w�rden wir nicht darnach forschen), und an welchem wir wahrscheinlich ein besonderes Inte- resse nehmen, da wir ja danach forschen, liegt sehr wenig was uns davor bewahren k�nnte, der Nachl�s- sigkeit oder einer Neigung, die auf unsere W�nsche und unsere Phantasie einwirkt, Raum zu geben, und unter diesem Einfluss einen Beweis f�r gen�gend zu halten, der es nicht ist. Wenn wir aber, anstatt gerade- zu auf den besondern Fall zu schliessen, eine ganze Classe von Thatsachen vor unsere Augen bringen, den ganzen Inhalt eines allgemeinen Urtheils, wovon ein jedes P�nktchen aus unseren Pr�missen g�ltig zu fol- gern ist, wenn es der eine besondere Schluss ist: so ist eine bedeutende Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass wenn die Pr�missen ungen�gend und die allgemeine Folgerung daher grundlos ist, sie irgend eine Thatsa- che oder Thatsachen enthalten wird, wovon wir be- reits wissen, dass das Umgekehrte davon wahr ist; und wir werden so in unserer Generalisation den Irr- thum durch eine reductio ad impossibile entdecken. Wenn ein Unterthan des r�mischen Reichs w�hrend der Regierung von Marcus Aurelius, bei der Rich- tung, welche die Phantasie und die Erwartungen der R�mer durch das Leben und die Charaktere der Anto- nine erhielten, h�tte schliessen wollen, dass Commo- dus ein gerechter Herrscher sein w�rde, so w�re er durch die Erfahrung bitter get�uscht worden. Wenn er aber bedacht h�tte, dass sein Schluss nur dann g�ltig sein konnte, wenn er aus demselben Beweis ein allge- meines Urtheil h�tte folgern k�nnen, wie z.B. dass alle r�mische Kaiser gerechte Herrscher sind, so w�rde er sogleich an Nero