sicher fehlgehen w�rde. Lord Mansfield w�rde indessen nicht daran gezweifelt haben, dass ein Mann von gleicher Erfah- rung, dessen Geist mit allgemeinen Urtheilen erf�llt war, die durch rechtm�ssige Induction aus dieser Er- fahrung abgeleitet waren, als Richter bei weitem einem andern vorzuziehen gewesen w�re, dem man bei allem Scharfsinn nicht die Erkl�rung und Recht- fertigung seiner eigenen Gr�nde �berlassen konnte. Die F�lle von talentvollen Menschen, welche wunder- volle Dinge ausf�hren, ohne zu wissen wie, sind Bei- spiele der rohesten und spontansten Form von den Verrichtungen h�herer Geister. Es ist eine Unvoll- kommenheit derselben, und h�ufig eine Quelle von Irrth�mern, beim Fortschreiten nicht generalisirt zu haben, aber die Generalisation, wenn auch ein H�lfs- mittel, und in der That das wichtigste von allen, ist doch kein wesentliches H�lfsmittel. Sogar der wissenschaftlich Unterrichtete, der in der Form von allgemeinen Urtheilen eine systematische Aufzeichnung der Resultate der Erfahrung des ganzen Menschengeschlechts besitzt, braucht nicht jedesmal auf diese allgemeinen Urtheile zur�ckzukommen, um diese Erfahrung auf einen neuen Fall anzuwenden. Dugald Stewart bemerkt ganz richtig, dass, obgleich in der Mathematik unser Schliessen g�nzlich von den Axiomen abh�ngig |ist, es keineswegs f�r das Erken- nen der G�ltigkeit des Beweises n�thig ist, dass wir die Axiome ausdr�cklich beachten. Wenn gefolgert w�rde, dass AB gleich CD ist, weil jedes von ihnen gleich EF ist, so w�rde, sobald nur die Urtheile ver- standen w�ren, der ungebildetste Verstand der Folge- rung zustimmen, ohne jemals von der allgemeinen Wahrheit geh�rt zu haben, dass �Dinge, welche einem und demselben Dinge gleich sind, einander selbst gleich sind�. Wenn diese Bemerkung von Ste- wart consequent durchgef�hrt wird, so trifft sie, wie ich glaube, auf die Wurzel der Philosophie des Syllo- gismus, und es ist zu bedauern, dass er selbst bei einer noch viel beschr�nkteren Anwendung derselben stehen blieb. Er sah, dass die allgemeinen Urtheile, von denen man das Schliessen abh�ngig sein l�sst, in gewissen F�llen hinweggelassen werden k�nnen ohne dessen Beweiskr�ftigkeit zu beeintr�chtigen. Aber er hielt dies f�r eine den Axiomen angeh�rige Eigent- h�mlichkeit, und schloss daraus, dass die Axiome nicht die Fundamente oder die ersten Grunds�tze der Geometrie sind, aus denen alle anderen geometrischen Wahrheiten synthetisch abgeleitet werden (�hnlich wie die Gesetze der Bewegung und die Zusammenset- zung der Kr�fte in der Dynamik, die gleiche Beweg- lichkeit der Fl�ssigkeiten in der Hydrostatik, die Ge- setze der Reflexion und der Refraction in der Optik, die ersten Grunds�tze dieser Wissenschaften sind), sondern dass sie nur nothwendige und in der That selbstverst�ndliche Voraussetzungen sind, deren Ver- neinung zwar allen Beweis vernichten w�rde, aber aus denen, als aus Pr�missen, nichts bewiesen