ein allgemeines Ur- theil ist nicht bloss eine umfassende Form, um dem Ged�chtniss eine Anzahl von einzelnen beobachteten Thatsachen einzupr�gen und zu erhalten; die Genera- lisation ist nicht bloss ein Benennen, sie ist auch ein Folgern. Wir f�hlen uns berechtigt, aus beobachteten F�llen zu schliessen, dass das, was wir in diesen F�l- len wahr fanden, in allen �hnlichen, noch so zahlrei- chen (vergangenen, gegenw�rtigen und zuk�nftigen) F�llen wahr ist. Vermittelst jener sch�tzbaren Einrich- tung der Sprache, die uns erlaubt, von Vielen so zu sprechen als wenn sie nur Eines w�ren, |verzeichnen wir alsdann alles, was wir beobachtet haben, sammt dem was wir aus unseren Beobachtungen folgern, in einen kurzen Ausdruck, und haben uns so nur eines einzigen Urtheils anstatt einer endlosen Zahl zu erin- nern. Die Resultate vieler Beobachtungen, Folgerun- gen und Anweisungen, um in unvorhergesehenen F�l- len zahllose Folgerungen zu machen, sind in einen kurzen Satz zusammengefasst. Wenn wir daher aus dem Tod von Johann und Tho- mas, und einem jeden andern, unserm Wissen nach dem Experiment Unterworfenen schliessen, dass der Herzog von Wellington sterblich ist wie die �brigen: so m�gen wir in der That durch die Generalisation, Alle Menschen sind sterblich, als einer Zwischenstati- on hindurchgehen, aber die Folgerung liegt nicht in der letzten H�lfte des Verfahrens, sie liegt nicht in dem Herabsteigen von allen Menschen herab bis auf den Herzog von Wellington, die Folgerung ist zu Ende, nachdem wir behauptet haben, dass alle Men- schen sterblich sind. Was hernach noch zu thun bleibt, ist ein blosses Entziffern unserer eigenen Noti- zen. Erzbischof Whately hat behauptet, dass das Syllo- gisiren oder das Schliessen vom Allgemeinen auf das Besondere nicht, wie gew�hnlich geglaubt wird, ein besonderer Modus des Schliessens, sondern die philo- sophische Analyse des Modus sei, in welchem alle Menschen schliessen, und schliessen m�ssen, wenn sie es �berhaupt thun. Bei aller Achtung vor einer so hohen Autorit�t, muss ich doch glauben, dass diesmal die gew�hnliche Vorstellung die richtigere ist. Wenn wir berechtigt sind, aus unserer Erfahrung in Betreff von Johann, Thomas etc., die einst lebten und nun todt sind, zu schliessen, dass alle Menschen sterblich sind, so h�tten wir ganz gewiss ohne logische Incon- sequenz aus diesen F�llen geradezu schliessen k�n- nen, dass auch der Herzog von Wellington sterblich ist. Die Sterblichkeit von Johann, Thomas und Com- pagnie ist am Ende doch nur der einzige Beweis, den wir f�r die Sterblichkeit des Herzogs von Wellington haben. Durch das Einschalten eines allgemeinen Ur- theils wird dem Beweis kein Jota hinzugef�gt. Da die individuellen F�lle den ganzen Beweis ausmachen