der Anklage seiner Gegner, worin ihm vorgewor- fen wird, dass er nur denjenigen von Nutzen sei, wel- che die Folgen einer Einr�umung, in welche sich je- mand verstrickt hat, ohne deren volle Kraft erwogen und verstanden zu haben, zu urgiren suchen. Als ihr die obere Pr�misse behauptetet, behauptetet ihr den Schluss, aber ihr behauptetet ihn nur implicite, sagt Erzbischof Whately; dies kann indessen hier nur so viel heissen, als ihr behauptetet ihn unbewusst; aber wenn dem so ist, so ersteht die Schwierigkeit wieder in folgender Gestalt: � H�ttet ihr es nicht wissen m�s- sen? W�ret ihr berechtigt, das allgemeine Urtheil zu behaupten, ohne euch von der Wahrheit von allem darin Enthaltenen zu �berzeugen? Und wenn nicht, was ist denn die syllogistische Kunst anders als eine Vorrichtung, um euch in einer Falle zu fangen und darin festzuhalten?46 |�. 3. Es scheint mir einen Ausweg aus dieser Schwierigkeit zu geben. Das Urtheil, der Herzog von Wellington ist sterblich, ist offenbar eine Folgerang, es wird als ein Schluss aus etwas Anderem erhalten; aber schliessen wir es in Wirklichkeit aus dem Ur- theil, Alle Menschen sind sterblich? Ich antwortete, nein. Der begangene Irrthum liegt, glaube ich darin, dass man den unterschied zwischen den zwei Theilen des Philosophirens, zwischen dem folgernden und dem re- gistrirenden Theil �bersehen, und dem letzteren die Functionen des ersteren zugeschrieben hat. Der Irr- thum liegt darin, dass einer auf seine eigene Notizen als den Ursprung seiner Erkenntniss verwiesen wird. Wenn man jemand eine Frage �ber etwas stellt, und er kann sie nicht augenblicklich beantworten, so kann er seinem Ged�chtniss damit an H�lfe kommen, dass er in einem Memorandum, das er bei sich tr�gt, nach- schl�gt. Wenn er aber gefragt w�rde, wie die Thatsa- che zu seiner Kenntniss kam, so w�rde er schwerlich antworten, weil sie in seinem Notizbuche verzeichnet war; es m�sste denn letzteres, wie der Koran, mit einer Feder aus dem Fl�gel vom Engel Gabriel ge- schrieben worden sein. Angenommen, das Urtheil, der Herzog von Wel- lington ist sterblich, w�re eine unmittelbare Folgerung aus dem Urtheil, Alle Menschen sind sterblich; woher haben wir denn die Kenntniss dieser allgemeinen Wahrheit? Nat�rlich aus der Erfahrung. Nun sind aber alle F�lle, die wir beobachten k�nnen, individu- elle F�lle. Aus diesen m�ssen alle allgemeinen Wahr- heiten gezogen werden, und in diese m�ssen sie wie- der aufgel�st werden k�nnen, denn eine allgemeine Wahrheit ist bloss ein Aggregat von einzelnen Wahr- heiten, ein umfassender Ausdruck, wodurch eine un- bestimmte Anzahl von einzelnen F�llen auf einmal bejaht oder verneint wird. Aber