da man aus einem allgemeinen Satz keine anderen besondern S�tze folgern kann, als die der Hauptsatz schon als bekannt voraussetzt. |Diese Lehre scheint mir unwiderleglich, und wenn die Logiker, obgleich sie nicht im Stande waren, sie zu bestreiten, doch gew�hnlich sehr geneigt waren, sie hinweg zu erkl�ren, so geschah dies nicht, weil sie in dem Argument selbst einen Fehler entdecken konn- ten, sondern weil die entgegengesetzte Meinung auf ebenso unbestreitbaren Argumenten zu beruhen schien. Ist es z.B. bei dem zuletzt angef�hrten Syllo- gismus, oder bei einem der fr�her construirten, nicht klar, dass der Schluss f�r denjenigen, dem er vorge- legt wird, wirklich und bona fide eine neue Wahrheit enthalten kann? Ist es nicht eine Sache der t�glichen Erfahrung, dass vorher ungeahnte Wahrheiten, That- sachen, welche nicht direct beobachtet worden sind und nicht werden k�nnen, vermittelst des allgemeinen Schliessens gewonnen werden? Wir glauben, dass der Herzog von Wellington sterblich ist. Wir wissen dies nicht aus der directen Beobachtung, da er noch nicht todt ist. Da dies nun so ist, so w�rden wir auf die Frage, woher wir wissen, dass der Herzog sterblich ist, wahrscheinlich antworten: Weil alle Menschen sterblich sind. Hier gelangen wir daher zur Kenntniss einer (bis dahin) der Beobachtung nicht zug�nglichen Wahrheit durch ein Schliessen, das in dem folgenden Syllogismus darzustellen ist: Alle Menschen sind sterblich, Der Herzog von Wellington ist ein Mensch, daher Ist der Herzog von Wellington sterblich. Da nun ein grosser Theil unseres Wissens auf diese Weise erlangt wird, so bestanden die Logiker darauf, den Syllogismus als einen Process des Schliessens und Beweisens darzustellen, obgleich keiner unter ihnen die Schwierigkeit aufgehellt hat, welche aus der Unvertr�glichkeit dieser Behauptung mit dem Grund- satz entsteht, dass wenn in dem Schluss etwas liegt, was nicht schon in den Pr�missen behauptet worden ist, das Argument fehlerhaft ist; denn einer solchen nackten Ausflucht, wie die Unterscheidung zwischen, in den Pr�missen implicite enthalten sein, und direct in ihnen behauptet sein, kann man unm�glich einen wissenschaftlichen Werth beilegen. Wenn Whately z.B. sagt,45 der Gegenstand des Schliessens |sei �bloss die Behauptungen auszubreiten und zu entfal- ten, welche in den Behauptungen, von den wir ausge- hen, gleichsam eingeh�llt und eingeschlossen liegen, und jemanden dahin zu bringen, die volle Kraft von dem, was er zugegeben hat, wahrzunehmen und anzu- erkennen,� so begegnet er, wie ich glaube, nicht der wirklichen und zu erkl�renden Schwierigkeit, der n�mlich, woher es kommt, dass eine Wissenschaft wie die Geometrie in einigen wenigen Definitionen und Axiomen �eingeh�llt� sein kann. Auch unterscheidet sich diese Vertheidigung des Syllogismus nicht viel von