gro�er abschreckender Weitl�ufigkeit sein, weil sie es nicht mit Objekten der Vernunft, deren Mannigfaltigkeit unendlich ist, sondern es blo� mit sich selbst, mit Aufgaben, die ganz aus ihrem Scho�e entspringen, und ihr nicht durch die Natur der Dinge, die von ihr unterschieden sind, sondern durch ihre eigene vorgelegt sind, zu tun hat; da es denn, wenn sie zuvor ihr eigen Verm�gen in Ansehung der Gegenst�nde, die ihr in der Erfahrung vorkommen m�gen, vollst�ndig hat kennen lernen, leicht werden muss, den Umfang und die Grenzen ihres �ber alle Erfahrungsgrenzen versuchten Gebrauchs vollst�ndig und sicher zu bestimmen. Man kann also und muss alle bisher gemachte Versuche, eine Metaphysik dogmatisch zu Stande zu bringen, als ungeschehen ansehen; denn was in der einen oder der anderen Analytisches, n�mlich blo�e Zergliederung der Begriffe ist, die unserer Vernunft a priori beiwohnen, ist noch gar nicht der Zweck, sondern nur eine Veranstaltung zu der eigentlichen Metaphysik, n�mlich seine Erkenntnis a priori synthetisch zu erweitern, und ist zu diesem untauglich, weil sie blo� zeigt, was in diesen Begriffen enthalten ist, nicht aber, wie wir a priori zu solchen Begriffen gelangen, um darnach auch ihren g�ltigen Gebrauch in Ansehung der Gegenst�nde aller Erkenntnis �berhaupt bestimmen zu k�nnen. Es geh�rt auch nur wenig Selbstverleugnung dazu, alle diese Anspr�che aufzugeben, da die nicht abzuleugnende und im dogmatischen Verfahren auch unvermeidliche Widerspr�che der Vernunft mit sich selbst jede bisherige Metaphysik schon l�ngst um ihr Ansehen gebracht haben. Mehr Standhaftigkeit wird dazu n�tig sein, sich durch die Schwierigkeit innerlich und den Widerstand �u�erlich nicht abhalten zu lassen, eine der menschlichen Vernunft unentbehrliche Wissenschaft, von der man wohl jeden hervorgeschossenen Stamm abhauen, die Wurzel aber nicht ausrotten kann, durch eine andere, der bisherigen ganz entgegengesetzte, Behandlung endlich einmal zu einem gedeihlichen und fruchtbaren Wuchse zu bef�rdern. Drittes Capitel. Von den Functionen und dem logischen Werth des Syllogismus. �. 1. Im Gegensatz zu der mehr oberfl�chlichen Weise der gew�hnlichen Theorie haben wir gezeigt, welches die wirkliche Natur der Wahrheiten ist, von denen der Syllogismus handelt, und welches die fun- damentalen Axiome sind, von denen seine Beweis- kraft abh�ngig ist. Wir haben nun zu untersuchen, ob das syllogisstische Verfahren, das Schliessen vom Allgemeinen aufs Besondere, ein Folgern ist oder nicht; ob es ein Fortschreiten vom Bekannten zum Unbekannten, ein Mittel ist, zur vorher nicht besesse- nen Kenntniss von etwas zu gelangen. Die Logiker haben diese Frage in einer merkw�rdig �bereinstimmenden Weise beantwortet. Er wird allge- mein zugeben, dass der Syllogismus fehlerhaft ist, wenn im Schluss mehr liegt, als in den Pr�missen vor- ausgesetzt wurde. Dies heisst aber in der That nichts anders, als dass durch den Syllogismus