aller Wissenschaften, die eine theoretische Erkenntnis a priori von Gegenst�nden enthalten, mit begriffen, d.i. die Beantwortung der Fragen: Wie ist reine Mathematik m�glich? Wie ist reine Naturwissenschaft m�glich? Von diesen Wissenschaften, da sie wirklich gegeben sind, l�sst sich nun wohl geziemend fragen: wie sie m�glich sind; denn dass sie m�glich sein m�ssen, wird durch ihre Wirklichkeit bewiesen7. Was aber Metaphysik betrifft, so muss ihr bisheriger schlechter Fortgang, und weil man von keiner einzigen bisher vorgetragenen, was ihren wesentlichen Zweck angeht, sagen kann, sie sei wirklich vorhanden, einen jeden mit Grunde an ihrer M�glichkeit zweifeln lassen. Nun ist aber diese Art von Erkenntnis in gewissem Sinne doch auch als gegeben anzusehen, und Metaphysik ist, wenn gleich nicht als Wissenschaft, doch als Naturanlage (metaphysica naturalis) wirklich. Denn die menschliche Vernunft geht unaufhaltsam, ohne dass blo�e Eitelkeit des Vielwissens sie dazu bewegt, durch eigenes Bed�rfnis getrieben bis zu solchen Fragen fort, die durch keinen Erfahrungsgebrauch der Vernunft und daher entlehnte Prinzipien beantwortet werden k�nnen, und so ist wirklich in allen Menschen, so bald Vernunft sich in ihnen bis zur Spekulation erweitert, irgend eine Metaphysik zu aller Zeit gewesen, und wird auch immer darin bleiben. Und nun ist auch von dieser die Frage: Wie ist Metaphysik als Naturanlage m�glich? d.i. wie entspringen die Fragen, welche reine Vernunft sich aufwirft, und die sie, so gut als sie kann, zu beantworten durch ihr eigenes Bed�rfnis getrieben wird, aus der Natur der allgemeinen Menschenvernunft? Da sich aber bei allen bisherigen Versuchen, diese nat�rliche Fragen, z.B. ob die Welt einen Anfang habe, oder von Ewigkeit her sei, usw. zu beantworten, jederzeit unvermeidliche Widerspr�che gefunden haben, so kann man es nicht bei der blo�en Naturanlage zur Metaphysik, d.i. dem reinen Vernunftverm�gen selbst, woraus zwar immer irgend eine Metaphysik (es sei welche es wolle) erw�chst, bewenden lassen, sondern es muss m�glich sein, mit ihr es zur Gewissheit zu bringen, entweder im Wissen oder Nicht-Wissen der Gegenst�nde, d.i. entweder der Entscheidung �ber die Gegenst�nde ihrer Fragen, oder �ber das Verm�gen und Unverm�gen der Vernunft, in Ansehung ihrer etwas zu urteilen, also entweder unsere reine Vernunft mit Zuverl�ssigkeit zu erweitern, oder ihr bestimmte und sichere Schranken zu setzen. Diese letzte Frage, die aus der obigen allgemeinen Aufgabe flie�t, w�rde mit Recht diese sein: Wie ist Metaphysik als Wissenschaft m�glich? Die Kritik der Vernunft f�hrt also zuletzt notwendig zur Wissenschaft; der dogmatische Gebrauch derselben ohne Kritik dagegen auf grundlose Behauptungen, denen man eben so scheinbare entgegensetzen kann, mithin zum Skeptizismus. Auch kann diese Wissenschaft nicht von