Begriffe die Summe niemals finden k�nnten. Eben so wenig ist irgend ein Grundsatz der reinen Geometrie analytisch. Dass die gerade Linie zwischen zweien Punkten die k�rzeste sei, ist ein synthetischer Satz. Denn mein Begriff vom Geraden enth�lt nichts von Gr��e, sondern nur eine Qualit�t. Der Begriff des K�rzesten kommt also g�nzlich hinzu, und kann durch keine Zergliederung aus dem Begriffe der geraden Linie gezogen werden. Anschauung muss also hier zu H�lfe genommen werden, vermittelst deren allein die Synthesis m�glich ist. Einige wenige Grunds�tze, welche die Geometer voraussetzen, sind zwar wirklich analytisch und beruhen auf dem Satze des Widerspruchs; sie dienen aber auch nur, wie identische S�tze, zur Kette der Methode und nicht als Prinzipien, z.B. a = a, das Ganze ist sich selber gleich, oder (a + b) > a, d.i. das Ganze ist gr��er als sein Teil. Und doch auch diese selbst, ob sie gleich nach blo�en Begriffen gelten, werden in der Mathematik nur darum zugelassen, weil sie in der Anschauung k�nnen dargestellt werden. Was uns hier gemeiniglich glauben macht, als l�ge das Pr�dikat solcher apodiktischen Urteile schon in unserm Begriffe, und das Urteil sei also analytisch, ist blo� die Zweideutigkeit des Ausdrucks. Wir sollen n�mlich zu einem gegebenen Begriffe ein gewisses Pr�dikat hinzudenken, und diese Notwendigkeit haftet schon an den Begriffen. Aber die Frage ist nicht, was wir zu dem gegebenen Begriffe hinzu denken sollen, sondern was wir wirklich in ihm, obzwar nur dunkel, denken, und da zeigt sich, dass das Pr�dikat jenen Begriffen zwar notwendig, aber nicht als im Begriffe selbst gedacht, sondern vermittelst einer Anschauung, die zu dem Begriffe hinzukommen muss, anh�nge. 2. Naturwissenschaft (physica) enth�lt synthetische Urteile a priori als Prinzipien in sich. Ich will nur ein paar S�tze zum Beispiel anf�hren, als den Satz: dass in allen Ver�nderungen der k�rperlichen Welt die Quantit�t der Materie unver�ndert bleibe, oder dass, in aller Mitteilung der Bewegung, Wirkung und Gegenwirkung jederzeit einander gleich sein m�ssen. An beiden ist nicht allein die Notwendigkeit, mithin ihr Ursprung a priori, sondern auch, dass sie synthetische S�tze sind, klar. Denn in dem Begriffe der Materie denke ich mir nicht die Beharrlichkeit, sondern blo� ihre Gegenwart im Raume durch die Erf�llung desselben. Also gehe ich wirklich �ber den Begriff von der Materie hinaus, um etwas a priori zu ihm hinzuzudenken, was ich in ihm nicht dachte. Der Satz ist also nicht analytisch, sondern synthetisch und dennoch a priori gedacht, und so in den �brigen S�tzen des reinen Teils der Naturwissenschaft. 3. In der Metaphysik, wenn man sie auch nur f�r eine bisher blo� versuchte,