dieses, dass gewisse Erkenntnisse sogar das Feld aller m�glichen Erfahrungen verlassen, und durch Begriffe, denen �berall kein entsprechender Gegenstand in der Erfahrung gegeben werden kann, den Umfang unserer Urteile �ber alle Grenzen derselben zu erweitern den Anschein haben. Und gerade in diesen letzteren Erkenntnissen, welche �ber die Sinnenwelt hinausgehen, wo Erfahrung gar keinen Leitfaden, noch Berichtigung geben kann, liegen die Nachforschungen unserer Vernunft, die wir, der Wichtigkeit nach, f�r weit vorz�glicher, und ihre Endabsicht f�r viel erhabener halten, als alles, was der Verstand im Felde der Erscheinungen lernen kann, wobei wir, sogar auf die Gefahr zu irren, eher alles wagen, als dass wir so angelegene Untersuchungen aus irgend einem Grunde der Bedenklichkeit, oder aus Geringsch�tzung und Gleichg�ltigkeit aufgeben sollten. Diese unvermeidlichen Aufgaben der reinen Vernunft selbst sind Gott, Freiheit und Unsterblichkeit. Die Wissenschaft aber, deren Endabsicht mit allen ihren Zur�stungen eigentlich nur auf die Aufl�sung derselben gerichtet ist, hei�t Metaphysik, deren Verfahren im Anfange dogmatisch ist, d.i. ohne vorhergehende Pr�fung des Verm�gens oder Unverm�gens der Vernunft zu einer so gro�en Unternehmung zuversichtlich die Ausf�hrung �bernimmt. Nun scheint es zwar nat�rlich, dass, so bald man den Boden der Erfahrung verlassen hat, man doch nicht mit Erkenntnissen, die man besitzt, ohne zu wissen woher, und auf den Kredit der Grunds�tze, deren Ursprung man nicht kennt, sofort ein Geb�ude errichten werde, ohne der Grundlegung desselben durch sorgf�ltige Untersuchungen vorher versichert zu sein, dass man also vielmehr die Frage vorl�ngst werde aufgeworfen haben, wie denn der Verstand zu allen diesen Erkenntnissen a priori kommen k�nne, und welchen Umfang, G�ltigkeit und Wert sie haben m�gen. In der Tat ist auch nichts nat�rlicher, wenn man unter dem Worte nat�rlich das versteht, was billiger und vern�nftiger Weise geschehen sollte; versteht man aber darunter das, was gew�hnlicher Ma�en geschieht, so ist hinwiederum nichts nat�rlicher und begreiflicher, als dass diese Untersuchung lange unterbleiben musste. Denn ein Teil dieser Erkenntnisse, als die mathematische, ist im alten Besitze der Zuverl�ssigkeit, und gibt dadurch eine g�nstige Erwartung auch f�r andere, ob diese gleich von ganz verschiedener Natur sein m�gen. �berdem, wenn man �ber den Kreis der Erfahrung hinaus ist, so ist man sicher, durch Erfahrung nicht widerlegt zu werden. Der Reiz, seine Erkenntnisse zu erweitern, ist so gro�, dass man nur durch einen klaren Widerspruch, auf den man st��t, in seinem Fortschritte aufgehalten werden kann. Dieser aber kann vermieden werden, wenn man seine Erdichtungen nur behutsam macht, ohne dass sie deswegen weniger Erdichtungen bleiben. Die Mathematik gibt uns ein gl�nzendes Beispiel, wie weit wir es, unabh�ngig von der Erfahrung, in der Erkenntnis a priori bringen k�nnen. Nun besch�ftigt