wenn er �berhaupt etwas anerkennen will, dass, wenn seine Grunds�tze allgemein und dauernd zur Herrschaft k�men, alles menschliche Leben untergehen m�sste. Jede Rede, jede Handlung w�rde sofort erl�schen, und die Menschen w�rden in g�nzlicher Bet�ubung verharren, bis die unbefriedigten Bed�rfnisse der Natur ihrem elenden Dasein ein Ende machten. Man braucht allerdings einen so schrecklichen Ausgang nicht zu f�rchten; die Natur ist immer m�chtiger als das Denken. Ein Pyrrhonianer kann sich und Andere eine Zeit lang durch tiefe Beweise in Staunen und Verwirrung bringen; aber der erste und einfachste Vorfall des Lebens wird alle seine Zweifel und Bedenken verjagen und ihn im Punkte des Handelns und Beschlie�ens mit den Philosophen aller andern Sekten, so wie mit denen, die sich nie mit philosophischen Untersuchungen abgegeben haben, gleich stellen. Wenn er aus seinem Traum erwacht, wird er der Erste sein, der in das Gel�chter �ber sich mit einstimmt, und der anerkennt, dass alle seine Einw�rfe nur unterhaltend sind und nur die launische Natur des Menschen offenbaren. Der Mensch muss handeln, folgern und glauben, obgleich er trotz der sorgf�ltigsten Untersuchung sich �ber die Grundlagen dieser T�tigkeiten nicht vergewissern, noch die gegen sie erhobenen Einw�rfe zu widerlegen vermag. Es gibt in der That einen milderen Skeptizismus oder eine akademische Philosophie, die sowohl dauerhaft wie n�tzlich ist und zum Teil aus diesem Pyrrhonismus oder �bertriebenen Skeptizismus hervorgeht, wenn seine ma�losen Zweifel durch nat�rlichen Verstand und �berlegung in einem gewissen Grade berichtigt werden. Die meisten Menschen neigen von Natur zu absprechenden und entschiedenen Ausspr�chen; sie sehen die Gegenst�nde nur von einer Seite, denken nicht an die Gegengr�nde und erfassen so die ihnen zusagenden Grunds�tze mit Heftigkeit und ohne Nachsicht f�r Die, welche anderer Ansicht sind. Das Z�gern und Erw�gen verwirrt ihren Verstand, verst��t gegen ihre Leidenschaften und hemmt ihr Handeln. Sie verlangen deshalb mit Ungeduld, aus einem ihnen so l�stigen Zustande herauszukommen und meinen, durch Heftigkeit ihrer Behauptungen und durch Hartn�ckigkeit in ihrem Glauben sich nicht weit genug davon entfernen zu k�nnen. K�nnten solche Leute bei ihrem hartn�ckigen Streiten die merkw�rdigen Schw�chen des menschlichen Verstandes, selbst in seinem vollkommensten Zustande und in seinen genauesten und vorsichtigsten Bestimmungen bemerken, so w�rden sie nat�rlich mit mehr Bescheidenheit und Vorsicht auftreten, und es w�rden die �bersch�tzung ihrer selbst und ihre Vorurteile gegen ihre Gegner sich mindern. Der Ungelehrte sollte sich den Zustand des Gelehrten vergegenw�rtigen, welcher trotz allen Gewinns aus Studium und Nachdenken in seinen Ansichten meist vorsichtig bleibt. Dagegen werden Gelehrte, die von Natur zu Hochmuth und Hartn�ckigkeit neigen, durch eine schwache F�rbung von Pyrrhonismus in ihrem Stolze nachlassen, wenn man ihnen zeigt, dass ihre paar Vorteile �ber die Mitarbeiter nur gering erscheinen, wenn man sie mit der allgemeinen, der menschlichen Natur anhaftenden Unordnung und Verwirrung vergleicht. Sicherlich sollte ein