nur schwach. Im gew�hnlichen Leben urteilen wir fortw�hrend �ber Tatsachen und Dasein, und k�nnen ohne diese Hilfe nicht bestehen, deshalb verm�gen jene Einw�rfe, so verst�ndlich sie auch sind, doch diese �berzeugung nicht zu entkr�ften. Was den Pyrrhonismus oder die auf das �u�erste getriebenen Grunds�tze des Skeptizismus niederschl�gt, ist das Handeln, die T�tigkeit und die Besch�ftigung des gew�hnlichen Lebens. In den H�rs�len m�gen diese S�tze bl�hen und triumphieren, wo ihre Widerlegung schwer oder unm�glich ist; sobald sie aber die D�mmerung verlassen und durch die Gegenwart der wirklichen Dinge, die unsere Leidenschaften und Empfindungen erwecken, mit den m�chtigsten Prinzipien unserer Natur in Gegensatz geraten, verschwinden sie wie Rauch und lassen den entschiedensten Skeptiker in gleicher Lage wie andere Sterbliche. Der Skeptiker tut deshalb besser, in seinem Gebiete zu bleiben und die philosophischen Einw�rfe darzulegen, welche aus der tieferen Untersuchung sich ergeben. Hier hat er reiche Gelegenheit zu Triumphen; hier kann er mit Recht zeigen, dass alle unsere Gewissheit �ber Tatsachen, welche �ber das Zeugnis der Sinne und das Ged�chtnis hinaus liegen, sich nur aus der Beziehung von Ursache und Wirkung ableitet; dass man keinen andern Begriff von dieser Beziehung habe, als den von zwei Dingen, die h�ufig mit einander verbunden sind; dass kein Beweisgrund daf�r besteht, weshalb Gegenst�nde, die erfahrungsm��ig h�ufig mit einander verbunden gewesen sind, auch in andern F�llen ebenso verbunden sein werden; dass nur die Gewohnheit oder eine Art Natur-Instinkt zu solcher Annahme f�hrt. Allerdings kann man solchem Instinkt nur schwer widerstehen, aber er kann, wie andere Instinkte, t�uschen und betr�gen. H�lt sich der Skeptiker innerhalb dieser Betrachtungen, so zeigt er seine Kraft, oder vielmehr seine eigene und unsere Schw�che, und zerst�rt, wenigstens zur Zeit, alle Gewissheit und �berzeugung. Man k�nnte diese Er�rterung noch weiter fortsetzen, wenn sie zu einem dauerhaften Vorteil oder Nutzen f�r die Gesellschaft f�hrte. Denn es ist der wichtigste und niederschlagendste Einwand gegen den �bertriebenen Skeptizismus, dass kein dauerhafter Nutzen aus ihm hervorgehen k�nne, wenn er sich in seiner vollen St�rke und Kraft erh�lt. Man braucht einen solchen Skeptiker nur zu fragen: was er wolle, und was er mit all diesen sinnreichen Er�rterungen beabsichtige? Er wird dann sofort in Verlegenheit geraten und keine Antwort haben. Ein Kopernikaner oder Ptolem�er, der Jeder sein eigenes astronomisches System vortr�gt, kann hoffen, seinen Zuh�rern eine feste und bleibende �berzeugung beizubringen. Ein Stoiker und Epikureer entwickelt Grunds�tze, welche nicht allein vorhalten, sondern auch ihre Wirkung auf Benehmen und Betragen �u�eren. Aber ein Pyrrhonianer kann von seiner Philosophie weder einen bleibenden Einfluss auf die Seele erwarten, noch dass dieser Einfluss, wenn er Statt h�tte, ein wohlt�tiger f�r die menschliche Gesellschaft sein w�rde. Im Gegenteil, er muss anerkennen,