klarsten Beweisgr�nde gest�tzt werden kann, und dass man die Vorders�tze nicht zugeben kann, ohne auch die Folgerung anerkennen zu m�ssen. Nichts kann �berzeugender und gen�gender sein als die Beweise f�r alle Lehrs�tze �ber Kreise und Dreiecke. Erkennt man aber diese an, so kann man nicht bestreiten, dass der Winkel zwischen der Kreislinie und ihrer Tangente unendlich kleiner ist, als jeder geradlinige Winkel; dass ferner bei einer Vergr��erung des Durchmessers des Kreises ins Unendliche, dieser Ber�hrungswinkel immer kleiner wird, und zwar ohne Ende, und dass der Ber�hrungswinkel zwischen andern krummen Linien und ihren Tangenten noch unendlich kleiner sein kann, als der zwischen der Kreislinie und ihrer Tangente, und so immer fort ohne Ende. Der Beweis dieses Satzes erscheint ebenso unersch�tterlich als der, dass die drei Winkel eines Dreiecks zwei rechten gleich sind, obgleich der letztere Satz nat�rlich und leicht ist, und jener voll Widerspruch und Verkehrtheit. Die Vernunft scheint hier in eine Art von Staunen und Beklemmung versetzt zu sein; auch ohne die Angriffe des Skeptikers kann sie sich selbst und dem Boden, auf dem sie wandelt, nicht mehr vertrauen. Sie sucht ein helles Licht, was bestimmte Stellen erleuchtet, aber dieses Licht grenzt an die tiefste Dunkelheit; zwischen beiden steht sie selbst so verblendet und verwirrt, dass sie kaum noch �ber irgend Etwas sich gewiss und mit �berzeugung auszusprechen vermag. Das Widersinnige solcher dreisten Behauptungen der strengen Wissenschaften wird bei der Zeit wo m�glich noch greifbarer als bei dem Raume. Eine unendliche Zahl von wirklichen Zeitteilen, die einander folgen, und wo einer den andern vernichtet, erscheint als ein so offenbarer Widerspruch, dass man meinen sollte, kein Mensch mit gesundem Verstande k�nnte ihn je zulassen, und doch wird er durch die Wissenschaft bewiesen. Dennoch kann die Vernunft nicht ruhen und still stehen, selbst in Bezug auf den Skeptizismus, in den sie durch diese anscheinenden Widerspr�che und Verkehrtheiten gedr�ngt wird. Es ist v�llig unbegreiflich, wie ein klarer Begriff Bestimmungen enthalten k�nne, die ihm selbst oder einem andern klaren Begriffe widersprechen; es ist dies ein so widersinniger Satz, als sich nur erdenken l�sst. Es gibt daher nichts Skeptischeres, nichts Zweifelhafteres und Bedenklicheres, als den Skeptizismus selbst, der aus einigen paradoxen S�tzen der Geometrie oder Gr��en-Lehre entspringt.A14 Die Skeptischen Einw�rfe gegen die moralische Gewissheit oder gegen die Beweise von Tatsachen sind entweder popul�r oder philosophisch. Die ersten werden aus der Schw�che des menschlichen Verstandes abgeleitet; ferner aus den widersprechenden Meinungen verschiedener Zeiten und V�lker; aus dem Wechsel unsers Urteils nach Krankheit und Gesundheit, Jugend und Alter, Gl�ck und Ungl�ck; aus dem fortw�hrenden Widerspruch in jedes Einzelnen Meinungen und Ansichten und aus mancherlei andern Erw�gungen gleicher Natur. Bei diesen Einw�rfen brauche ich mich nicht lange aufzuhalten; sie sind