aber auch weil er sicher trübe Gedanken hat welche ihn quälen und seine Stimmung ungleich machen Worüber denn trübe Gedanken Er hat Kummer in seiner Familie Ich denke er hat keine Familie Jetzt nicht mehr Sein ältester Bruder starb vor einigen Jahren Sein älterer Bruder Ja der jetzige Mr Rochester ist noch nicht lange im Besitz des Gutes etwa erst seit neun Jahren Neun Jahre sind eine lange Zeit Hat er seinen Bruder so sehr geliebt daß er jetzt noch untröstlich über seinen Verlust ist Das wohl nicht ich glaube sogar die Brüder verstanden sich nicht recht und der alte Mr Rochester war auchnicht gerecht gegen Mr Edward er bevorzugte immer den älteren Sohn Mr Edward hatte viel zu leiden er ist nicht sehr nachgiebig und brach mit seiner Familie dann führte er mehrere Jahre hindurch ein unstätes Leben Ich glaube daß er seit dem Tode seines Bruders sich noch nicht vierzehn Tage hinter einander in Thornfield aufgehalten Es ist auch kein Wunder daß er Thornfield meidet Warum sollte er es meiden Es kommt ihm vielleicht düster vor Die Antwort war ausweichend ich hätte gern mehr erfahren aber Mrs Fairfax konnte oder durfte keine nähere Auskunft über die Prüfungen geben die Mr Rochester durchgemacht hatte Sie gab vor daß sie ihr selbst ein Geheimnis wären und daß sie nur von anderen gehört hätte was sie etwa wüßte Es war augenscheinlich daß sie wünschte ich möchte das Gespräch fallen lassen was ich natürlich auch that Vierzehntes Kapitel Während der folgenden Tage sah ich Mr Rochester nur flüchtig Vormittags schien er sehr von Geschäften in Anspruch genommen zu sein und nachmittags hatte er häufig Besuch von Herren aus Millcote und der Nachbarschaft die zuweilen zum Mittagessen bei ihm blieben Als seine Verstauchung sich besserte ritt er viel aus wahrscheinlich erwiderte er die Besuche seiner Nachbarn denn er kam oft erst spät in der Nacht zurück Während dieser Zeit schickte er sogar selten nach Adele und mein Verkehr mit ihm beschränkte sich auf gelegentliche Begegnungen in der Halle auf der Treppe oder im Korridor er ging dann vornehm und kalt an mir vorüber nur durch ein Kopfnicken oder einen kalten Blick zuweilen freilich auch durch eine Verbengung und ein höfliches Lächeln zu erkennen gebend daß er mich bemerke Seine wechselnde Laune beleidigte mich nicht weil ich sah daß sie mich nichts anging und daß ihre Ebbe und Flut von Dingen abhing die zu mir in keiner Beziehung standen Eines Tages gab er ein Diner und sandte im Verlaufe desselben nach meiner Zeichenmappe wahrscheinlich um ihren Inhalt zu zeigen Die Herren brachen zeitig auf um wie mir Mrs Fairfax mitteilte einem Verein in Millcote beizuwohnen aber Mr Rochester begleitete sie nicht weil das Wetter regnerisch und rauhh war Bald nachdem sie fort waren ertönte die Glocke und ich empfing die Weisung mit Adele hinunter zu kommen Ich bürstete Adeles Haar und machte sie nett dann versicherte ich mich selbst daß mein Anzug in seiner gewöhnlichen Ordnung war und wir gingen hinab Adele erging sich