in meine ewige meine letzte Heimat Nein Nein Helene Jane stockte vor von Neuem ausbrechenden Thränen und Helene wurde von einem heftigen Hustenanfall ergriffen der sie heftig erschütterte aber doch nicht im Stande war die schlafende Wärterin zu ermuntern Du frierst Jane flüsterte Helene weiter als sie sich von ihrem Anfall erholt hatte kehre in Dein Bett zurück oder lege Dich mit unter meine Decke Jane nahm auf Helenens Lager Platz und bald ruhten die beiden Mädchen innig verschlungen nebeneinander Sie schwiegen Beide eine geraume Zeit dann flüsterte Helene wieder Ich bin sehr glücklich Jane und wenn Du morgen vielleicht erfährst daß ich gestorben bin so mußt Du ruhig sein und darfst Dich nicht betrüben Sieh wir Alle müssen einst sterben und das Leiden das mich hinwegrafft ist durchaus nicht schmerzlich Ich habe Niemand auf Erden der mich bedauern und vermissen wird mein Vater hat wieder geheiratet und hat andere Kinder Durch meinen frühzeitigen Tod werde ich manchem schweren Leiden entgehen und auf ein großes Glück in der Welt hätte ich niemals rechnen können Aber wohin gehst Du Helene Weißt Du es Glaubst Du es Ich glaube und bin überzeugt daß ich zu Gott komme und in seinen Himmel Bist Du denn gewiß daß es einen Himmel gibt und daß unsere Seelen einmal dorthin kommen wenn wir gestorben sein werden Ich bin völlig überzeugt daß es einen solchen Ort für uns gibt Gott ist die Liebe und ich glaube ich kann ihm meinen unsterblichen Teil ohne Bangen übergeben Gott ist mein und unser Aller Vater ich liebe ihn und hoffe daß er mich auch wieder liebt Und hoffst Du daß ich Dich dort wiederfinden werde Helene wenn ich gestorben bin Du wirst an denselben Ort kommen an welchem ich weile und wirst zu demselben allmächtigen und allgütigen Vater gelangen wie ich Ich glaube fest daran Jane Die beiden Mädchen schlossen sich fester inniger in ihre Arme es war als ob sie von einander nicht loslassen wollten Plötzlich begann Helene wieder in ihrem sanften Flüstertone O wie wohl und leicht ist mir jetzt zu Mute Dieser letzte Hustenanfall hat mich doch etwas mehr erschöpft als ich dachte ich glaube ich könnte jetzt schlafen aber bleibe bei mir Jane und verlaß mich nicht ich habe Dich ja so sehr lieb Ich bleibe bei Dir Helene so lange Du es wünschest Niemand soll mich entfernen können Bist Du ordentlich zugedeckt meine herzige Freundin Ganz gut und ganz warm So schlafe sanft Jane Schlafe wohl Helene Die beiden Mädchen küßten sich noch einmal herzlich und schliefen ruhig und fest ein Als Jane wieder erwachte war es heller Tag bereits und eine sonderbare Bewegung hatte sie aus ihrem Schlummer aufgescheucht eine Wärterin trug sie auf ihren Armen aus Helenen 's Zimmer nach dem Schlafsaal zurück aber sie wurde nicht gescholten daß sie heimlich ihr Bett verlassen und Helene aufgesucht hatte Sie erhielt keine Antwort auf ihre Fragen nach Helene und nur erst zwei Tage darauf erfuhr sie daß Miß Temple als sie am folgenden Morgen